Mehr Frauen übernehmen größeres Haushaltseinkommen

Gesellschaft –


Immer mehr Frauen im Haushalt bringen einen wachsenden Anteil des gesamten Haushaltseinkommens ein. Inzwischen verdienen schon mehr als 14 Prozent der Frauen mehr als ihre Männer und stellen somit die Hauptverdienerin.

Familie Strand

Immer mehr Frauen sind Hauptverdienerinnen im Haushalt

Das klassische Familienbild steht dem Neoliberalismus entgegen

Das klassische Familienbild hat längst ausgedient. Der Ehemann geht seinem Beruf nach und stellt den alleinigen Verdiener für die Familie mit Ehefrau und zwei, drei Kindern. Ob in Miete oder im Eigenheim, das Einkommen hat überwiegend ausgereicht und die späteren Rentenzahlungen stellten noch eine Honorierung für die erbrachte Lebensarbeitsleistung dar. Heute ist der Normalfall, dass für die Bewältigung der laufenden Kosten beide Partner einer Beschäftigung nachgehen müssen. Für Kinder bleibt entweder kaum oder keine Zeit, oder die Auszeit für die Erziehung wird spätestens im Rentenalter abgestraft. Erziehungsgelder, Kindergeld, Mutterschaftsgeld sind lediglich Baldrian und täuschen über die tatsächliche Situation hinweg.

Nun ist der Wandel des ehemals klassischen Familienbildes soweit fortgeschritten, dass inzwischen immer mehr Frauen im Haushalt die Hauptverdienerinnen sind. Im Jahr 2017 hatten bei 14,4 Prozent der Paare im gleichen Haushalt die Frauen ein höheres Einkommen als Männer. Bei 10,6 Prozent der Haushalte war das Einkommen zwischen Frauen und Männern in Etwa ausgeglichen, so die Welt am Sonntag unter Berufung auf noch nicht veröffentlichte Daten der Statistikeinrichtung Destatis.

Bei rund einem Viertel aller Haushalte tragen demnach die Frauen mindestens die Hälfte zum gesamten Haushaltseinkommen bei. Im Jahr 2003 lag der Anteil der mehrverdienenden Frauen im Haushalt bei 11,0 Prozent und die mit hälftigen Einkommensanteil bei 20,7 Prozent.

Offenbar ist der inzwischen stark angestiegene Anteil zusätzlich steuerzahlender und konsumierender Menschen für die „Wirtschaft“ und damit auch automatisch für die „Politik“ noch nicht genug. Mehr Flexibilität für die Arbeitsplätze, so die Forderung von Nadine Schön, stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende. „Die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten sind noch nicht ausgeschöpft.“


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