Folgen Lockdown-Krise haben Prognosen ignoriert

Sachverständigenrat –


Die wirtschaftlichen Entwicklungen rund um die Lockdown-Krise haben das ursprünglich aufgestellte Programm der sog. Wirtschaftsweisen völlig ignoriert und sind ihre eigenen Wege gegangen. Nun warten die 5 „Wirtschaftsexperten“ mit neuen, weniger optimistischen Prognosen auf.

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3 Monate alte Prognose schon völlig überholt

Bevor die ersten Prognosen zur konjunkturellen Entwicklung nach dem Lockdown und den dadurch verursachten wirtschaftlichen Niedergang auch nur annähernd zeitlich in die Nähe kamen, erfolgten inzwischen ersten Korrekturen in die Zukunft. Die sog. Wirtschaftsweisen verschoben das bisher in Aussicht gestellte „Erholungsjahr“ um ein weiteres Jahr. Nicht mehr im Laufe des Jahres 2021 werde das Niveau von vor der Lockdown-Krise erreicht, sondern voraussichtlich erst im Jahr 2022. Der aktuelle Blick auf die gegenwärtige Verwüstung und die zu erwartenden Entwicklungen ließen offenbar keine positive Prognose zu.

Noch während der anhaltenden politisch verordneten Repressalien gingen die „berufenen“ Ökonomen von einem geringeren Wirtschaftsrückgang als in der sog. Finanzkrise aus. Die Realität hat sie allerdings schneller eingeholt als sie wohl selbst vermuteten. Kurzerhand entschieden die Weisen, der bisher vorhergesagten Konjunktureintrübung weitere 1,1 Prozentpunkte aufzuschlagen. Nun gehen die „Fünf Sachverständigen“ Lars Feld (Vorsitz), Veronika Grimm, Monika Schnitzer, Achim Truger und Volker Wieland von einem Wirtschaftsrückgang um 6,5 Prozent bis Ende 2020 aus. Wohl noch im Schwung der abgesonderten Prophezeiungen tippen die Volkswirte auf einen Zuwachs um 4,9 Prozent im Jahr 2021.

Trotz Exportlastigkeit nur relativ geringfügiger Einbruch?

Den Wirtschaftsweisen wird jedoch nicht entgangen sein, dass die deutsche Wirtschaft einen massiven Schwerpunkt im Export liegen hat. Sie unterstreichen dies sogar mit der Gegenüberstellung der Wirtschaft in den USA. Diese werde trotz des massiven Corona-Ausbruchs voraussichtlich um nur gut 6 Prozent zurückgehen. Um so erstaunlicher angesichts der ohnehin vor allem im April extrem zurückgegangenen Auftragseingänge der relativ niedrige Konjunktureinbruch im Vergleich zu anderen Ländern. So werde Italiens Wirtschaft im Jahr 2021 voraussichtlich um rund 12 Prozent einbrechen. Das weitere Schwergewicht Frankreich muss mit 11 Prozent Rückgang rechnen und Spanien mit 11,5 Prozent. Italien ist mit dem Blick in die Bilanzen des Target-II Systems als größter Schuldner das diametrale Gegenstück zur Bundesrepublik als mit Abstand größter Gläubiger.

Fehlt es an Kompetenz wird Kaffeesatz-Lesen zur Pflicht

Da sich die realen Entwicklungen nicht an den vorab von den Wirtschaftsweisen gestellten Prognosen hielten und ihre eigenen Wege gingen, wird auch die aktuell verkündete Weissagung nur von kurzer Gültigkeit sein. Abhängig davon, welche Toleranzen die Prognose aus der Momentaufnahme aufweist. Der weitere wirtschaftliche Schaden ist wie bisher so gut wie vorprogrammiert, da die politischen Instanzen mangels eigener Kompetenzen derlei Kaffeesatz-Leserei für bare Münze nehmen und entsprechende Entscheidungen dadurch fast Schiffbruch erleiden müssen. Hier besteht insbesondere aufgrund der Leitung des Bundeswirtschaftsministerium durch Peter Altmaier (CDU) eine toxische Kombination.

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