Fördergelder Weiterbildung nicht zielgerecht

Arbeitsmarkt –


Die Fördergelder für die berufliche Weiterbildung Arbeitsloser werden anscheinend nicht zielgerecht eingesetzt. Hartz-IV-Abhängige und Langzeitarbeitslose kommen strukturbedingt zu kurz.

Arbeitslos

Hartz-IV-Abhängige und Langzeitarbeitslose kommen bei Förderung regelmäßig zu kurz

18 von 1000 nehmen an Fortbildung mit Berufsabschluss teil

Weiterbildungen für Arbeitslose werden von der Bundesregierung als eine Maßnahme für die leichtere Integration in den Arbeitsmarkt angesehen. Auf der einen Seite begegnete man mit der Fort- bzw. Weiterbildung dem sog. Fachkräftemangel und auf der anderen Seite fallen die geförderten Arbeitslosen aus der Arbeitslosenstatistik. Im Jahr 2018 machte die Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 1,8 Milliarden Euro für Weiterbildungsmaßnahmen locker. Damit förderte die BA jeden Arbeitslosen im Schnitt mit 1.605 Euro, rund fünf Mal mehr als im Jahr 2006, so das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Von den hohen Ausgaben profitierten besonders die Arbeitslosen mit der Förderung nach dem Sozialgesetzbuch III.

Besondere Kostentreiber seien die Weiterbildungen mit einem Berufsabschluss zum Ziel. Von 1.000 Arbeitslosen nehmen im Schnitt 18 diese Förderung in Anspruch. Vor zwölf Jahren waren es lediglich 4 Arbeitslose.

Wo es am notwendigsten ist, fehlt es am meisten

Dennoch sei die Förderung der BA zu einseitig, denn von den 1,8 Milliarden Euro kommen lt. IW ausgerechnet in der Gruppe, die einen besonderen Bedarf hätte, am wenigsten an. Dies zeige die Entwicklungen der Förderungen der Harz-IV-Abhängigen. Die Ausgaben für die berufliche Weiterbildung stagnierten sei 2012 beständig. In den letzten zwei Jahren waren die Förderausgaben für Hartz-IV-Betroffene sogar rückläufig. Im Schnitt werde ein jeder Hartz-IV-Abhängige im Rahmen von ALG II mit lediglich 331 Euro gefördert. Von 1.000 Betroffenen nehmen lediglich 7 an einer Weiterbildung teil.

Langzeitarbeitslose würden von Förderung besonders profitieren

Profitieren würden vor allem Langzeitarbeitslose. Deren Chancen für einen erneuten Berufseinstieg würden durch gezielte Förderungen deutlich ansteigen. Studienautorin des IW Susanne Seyda stellt in den Raum, ob der Bereich der Langzeitarbeitslosen „strukturell unterfinanziert ist“. Mehr in den Fokus gerückt werden müsse das Ziel, Menschen ohne Berufsabschluss stärker zu unterstützen.

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