Fitch stuft Türkei auf Ramsch

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Die US-Ratingagentur Fitch stufte die Bonität der Türkei ab. Die Staatsanleihen befinden sich mit der Stufe „BB+“ nun auf dem Niveau von Ramsch.

Türkeis Staatsanleihen gelten nun als riskant

Türkei
Türkeis Papiere aus Sicht von Fitch nur Ramsch

Fitch stufte die türkischen Staatsanleihen von vormals „BBB-“ auf „BB+“ ab. Damit beförderte die Ratingagentur die Bonität der Türkei auf Ramschniveau.

Derzeit sei die Türkei von einer unsicheren politischen Lage geprägt. Nach wie vor ist nach dem Putschversuch im vergangenen Jahr der Notstand ausgerufen. Nun steht das Referendum zu einer Verfassungsänderung an und damit könnte die Kontrolle über die Regierung untergraben werden. Weiterhin werde das Land wiederholt von Terroranschlägen erschüttert. Das Vertrauen der Konsumenten ginge verloren, die Tourismusbranche sei hoch belastet.

Türkeis Auslandsverschuldung gefährde die Stabilität der Türkei. Die Türkische Lira verliere zusehends an Wert. Seit dem zweiten Halbjahr 2016 sei das Wirtschaftswachstum stark rückläufig.

Fitch beließ den Ausblick auf „stabil“. Damit ist in absehbarer Zeit mit keiner weiteren Abstufung zu rechnen.

Mit der Einstufung der Kreditwürdigkeit der Türkei auf Ramschniveau stellen die Staatsanleihen für Investoren ein Risiko dar. Die Renditen bzw. Risikoaufschläge werden voraussichtlich weiter ansteigen und damit auch die Kosten für den ohnehin schon angeschlagenen Staatshaushalt.


Derzeit steht der Wechselkurs der Neuen Türkischen Lira (TRY) zum US-Dollar bei rund 3,87 TRY. Vor einem Jahr kostete 1 US-Dollar etwas über 3 TRY. Der „Verfall“ der Türkischen Währung umfasste ohne Berücksichtigung der Entwicklung des US-Dollars rund 28 Prozent.


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