Fitch droht mit erneuter Bonitätsabwertung für Zypern

Fitch-Rating Zypern-


Die US-Ratingagentur Fitch sieht die derzeitige Bonität für Zypern als sehr gefährdet an und drohte damit, die Mittelmeerinsel aufgrund des stark angeschlagenen Bankensektors abzustufen.

Negative Auswirkungen auf den Binnenmarkt erwartet

Zypern Bonität
Fitch sieht wenig Spielraum für stabile Bonität Zyperns

„Auf bereits Verletzte und Halbtote“ sollte man keinesfalls noch mehr einschlagen, aber nicht so in der Finanzwelt. Nachdem die Euro-Gruppen den Küsten Zyperns „Schwimmflügel“ angebracht hatte, um den endgültigen Untergang des Euro-Mitgliedstaats zu verhindern, stehen alle Rettungs-Beteiligten nun vor dem Problem, wie Zypern jemals wieder auf eigenen Beinen stehen könnte und wer zwischenzeitlich dafür sorgt, dass den Schwimmhilfen nicht die Luft ausgeht.

Die Ratingagentur Fitch sah dem ganzen „Rettungs-Treiben“ um Zypern mit Interesse zu und kam zu einer neuen Einschätzung der aktuellen und womöglich auch künftigen Lage. Am Dienstag teilte die Agentur in London mit, dass die Bonität Zyperns sehr wahrscheinlich in Kürze abgesenkt werde. Bisweilen werden noch an der Rating-Note „B“ festgehalten, aber aufgrund des stark angeschlagenen Bankensektors, müsse mit einer baldigen Abstufung gerechnet werden. Die Vorgänge in und um Zypern werden unter „verschärfter Beobachtung“ gestellt.

Fitch rechnet damit, dass das Land mit erheblichen negativen Auswirkungen auf deren Binnenwirtschaft zu rechnen hätte. Dies ginge auch zu Lasten der öffentlichen Finanzen. Darüber hinaus sei lt. Fitch die Beteiligung der Bankkunden statt des Staates bei der Bankenrettung ein positives Zeichen.

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