Findet Euro-Gruppe im November Lösung für Griechenlandkrise?

Griechenlandkrise-


Woche um Woche werden wichtige Entscheidungen zu den Rettungsmaßnahmen für Griechenland hinaus gezögert. Die Finanzminister der Euro-Länder finden heute in Brüssel erneut zusammen, um an den Themen Finanzierungslücken, Hilfskredite und Schuldenschnitte „wiederzukäuen“.

Findet Euro-Gruppe heute ein abschließendes Ergebnis?

Eurokrisen-Debatten
Endlos-Debatten zur
Griechenland-Krise

Bild: Peter Kirchhoff / pixelio.de

„Neues Spiel, neues Glück?“. Heute will sich die Euro-Gruppe, bestehend aus den Finanzministern der Euro-Mitgliedsländer, erneut in Brüssel zusammenfinden, um über die finanziellen Lücken in Griechenlands Haushalt zu beraten.

Zur Debatte stehen immer noch die längst gebilligten 31,5 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm sowie die „neue“ Kapitallücke von min. 13,5 Milliarden Euro, die sich als „Nebenwirkung“ einer Fristverlängerung für die Konsolidierungsmaßnahmen bildete.

Für die Ergebnisfindung zu den rund 45 Milliarden Euro bleibt Griechenland nicht mehr viel Zeit. Die Troika aus Europäische Zentralbank (EZB), Internationalen Währungsfond (IWF) und der EU-Kommission, hatten für Athens Reformbemühungen bereits grünes Licht gegeben. Dennoch konnte sich die „Instanz“ der Euro-Finanzminister nicht dazu durchringen, zumindest den seit Sommer zugesprochenen Löwenanteil der Kapitalhilfen freizugeben.

Die vorherige Sitzung wurde letzte Woche in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit „Teilergebnissen“ abgebrochen. Es wurde lediglich „erkannt“, dass sich Griechenland um die Auflagen sehr bemühte, aber offenbar wurde in Brüssel keine Lösung dafür gefunden, wie die neue Finanzierunglücke nahtlos an den Hilfsprogrammen geknüpft werden könne.

Letztendlich kam zu den Rettungsversuchen Griechenlands noch die Hürde dazu, den IWF „bei Laune zu halten“. Der Internationale Währungsfonds beteiligt sich als Geldgeber zwar nur in einem verhältnismäßig geringen Umfang, verbindet aber die eigenen Zusagen mit dem Ziel, Griechenlands Schuldtragfähigkeit wieder herzustellen. Eine „Herkules-Aufgabe ohne die notwendige Schlüsselfigur“.

Mehr Klarheit zum Schuldenschnitt?
Das Thema Forderungsverzicht liegt zwischen den Lagern der Befürwortern und vehementen Gegnern nach wie vor eingeklemmt in der Mitte. Während Ökonomen und EU-Politiker von „alternativlosen Schuldenschnitten“ für Griechenland sprechen, wehrt sich u.a. die Bundesregierung gegen einen Schuldenerlass auf Kosten der öffentlichen Gläubiger.

Während Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sich nach wie vor gegen einen Schuldenschnitt ausspricht, soll er aber an einem Geheimtreffen in Paris Offenheit für diese Variante der Griechenlandhilfe gezeigt haben.

Mit dem heutigen Treffen in Brüssel wäre eine abschließende, klare, transparente und nachvollziehbare Entscheidung der Euro-Gruppe zu den „geparkten“ Hilfskrediten, zu einer Lösung für die neue Finanzierungslücke sowie den „Verzicht auf Forderungsverzicht“ eine „erfrischende Abwechslung“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.