Finale Rettungsvariante für Zypern schützt Sparer

Zypern Rettungspaket-


Die nächsten Schritte für Zyperns Zukunft scheinen nun vorerst abgesteckt worden zu sein. In Brüssel einigte man sich auf eine finale Variante zum Rettungspaket, die Sparer unter 100.000,- Euro ausspart und dafür Vermögende und Großanleger in die Pflicht zur Bankenrettung nimmt.

Laiki Bank wird endgültig zerschlagen – Eine neue Bad Bank entsteht

Verhandlungen Brüssel
Erkämpfte Einigung um Zyperns Zukunft

Nach stundenlangen zähen Verhandlungen haben die Verhandlungspartner aus der Troika und der Regierung Zyperns zu einem gemeinsamen Nenner gefunden, um den Staatsbankrott noch im letzten Augenblick abzuwenden. Das zeitliche Limit wurde ohnehin von der Europäischen Zentralbank (EZB) gesetzt, die damit drohte am heutigen Montag das Notkredit-Programm für die zyprischen Banken einzustellen.

Vermögen unter 100.000,- Euro bleiben unbehelligt
Die für die Bevölkerung Zyperns wie auch für die restlichen Bürger der Eurozone wichtigste Frage, ob auch Teile des Kapitals von Sparern und Kleinanlegern „konfisziert“ werden soll, ist somit auch geklärt. Auf den Konten angelegte Geldbeträge unter 100.000,- Euro sollen unberührt bleiben.

Die Eurogruppe ist von ihren geforderten 5,8 Milliarden Euro, die Zypern aufzubringen hat, um den EU-Notkredit in Höhe von bis zu 10 Milliarden Euro zu erhalten, nicht abgerückt. Damit das Geld von Zypern beigesteuert werden kann, müssen nun Großinvestoren einen größeren Anteil leisten, als es die erste Variante zum Rettungspaket vorgesehen hatte. Sämtliche Guthaben über 100.000,- Euro sollen für die Refinanzierung des (übrig gebliebenen) Bankensektors mit 40% „Zwangsabgabe“ herhalten müssen.

Diesbezüglich äußerste sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) zufrieden über den Verhandlungsausgang. Lt. rp-online.de (Montag) zeigte er sich erfreut darüber, dass nun das erreicht worden wäre, „was immer unsere Position“ war.

Das Schicksal der Laiki Bank wurde besiegelt
Zu den Rettungsmaßnahmen für Zypern wurde gleichzeitig die endgültige Zerschlagung des zweitgrößten Kreditinstituts, die Laiki-Bank, beschlossen. Die faulen Bestände des nun untergegangenen Finanzhauses sollen in eine „Bad Bank“ ausgelagert werden, während die größte Bank des Landes, die Bank of Cyprus, das Guthaben in „Gewahrsam“ nimmt. Dazu gehören auch die Konten mit Einlagebeträgen unter 100.000,- Euro.

Der an die Bank of Cyprus zugewiesene Geldsegen aus den Beständen der Laiki-Bank wird jedoch durch die „Vererbung“ der Schulden unmittelbar kompensiert. Verbindlichkeiten in Höhe von 9 Milliarden Euro aus den vorher von der EZB vergebenen Notkrediten werden ebenfalls an die größte Bank Zyperns übergeben.

Scheinbar wurde für eine finale Einigung über die Zukunft Zyperns „grünes Licht gegeben„.

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