Festgefahrene und ergebnislose Verhandlungen – Grexit wird wahrscheinlich

Griechenlandkrise-


Die Gespräche zwischen Griechenland und den Gläubigern am Donnerstag sind festgefahren und ergebnislos verlaufen. Der nächste Termin ist der kommende Montag. Allerdings keine weitere Verhandlungsrunde, sondern ein EU-Krisengipfel. Griechenland steht bereits am äußersten Rand der Währungsunion. Der Grexit scheint inzwischen eine kalkulierte Option zu sein.

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Am vergangenen Sonntag brach EU-Kommissionspräsident Juncker die Verhandlungen wegen „Sinnlosigkeit“ ab und setzte den Donnerstag als neuen Verhandlungstermin zwischen Athen und den Gläubigern an. Dieser Verhandlungstag in Luxemburg ist ebenfalls ergebnislos verstrichen.

Am späten Abend kündigte der Präsident des Europäischen Rates, Donald Tusk, einen Gipfel am kommenden Montag an. „Es ist Zeit, die Lage von Griechenland auf höchster politischer Ebene zu erörtern“, so Tusk auf dem Portal Twitter. Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis glaubte, dass für eine Einigung mit den Gläubigern noch Zeit gewesen wäre. Auf einer Pressekonferenz nach den gestrig gescheiterten Verhandlungsgesprächen warnte Varoufakis lt. Ekathimerini vor einem „Unfall“, der inzwischenn „gefährlich nahe“ gekommen sei. Die Gespräche zwischen Griechenland und seinen Gläubigern seien festgefahren.

Athen habe Vorschläge eingereicht, die die griechische Krise ein für allemal gelöst hätten, so Varoufakis. Der griechische Finanzminister wirft dem Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem vor, „sich nur auf Verpflichtungen Griechenlands“, nicht aber auf die der Kreditgeber zu konzentrieren.

Dijsselbloem erklärte in einer weiteren Pressekonferenz, dass noch „keine Einigung in Sicht“ sei. Es gebe noch eine Chance für Griechenlands finanzielle Unabhängigkeit, aber die Zeit werde knapp. Der Eurogruppenchef beantwortete die Frage, ob Griechenland aus dem Euro gezwungen werden könnte, mit: „So wie es jetzt aussieht, geht es in diese Richtung“.





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