Fed: Yellen-Rede schafft Spielraum für Glaubensausrichtung

US-Konjunktur-


Die mit Hochspannung erwartete Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen hinterließ erneut Spielraum für die Orientierung in eine beliebige Richtung. Marktteilnehmer können nun auf ihre „innere Stimme“ hören und einer Glaubensrichtung folgen.

Zinsanhebungen sind „wahrscheinlich wahrscheinlicher“ geworden

US-Dollar
Fed legt sich wie üblich nicht fest

Die Rede der US-Notenbank-Chefin Janet Yellen auf dem „Notenbanker-Treffen“ Economic Symposium wurde mit Hochspannung erwartet. Die auf Zinsanhebungen spekulierenden Marktteilnehmer dürften sich in ihrer Haltung bestätigt fühlen. Die Fed hält eine Anhebung der US-Zinsen noch in diesem Jahr für „wahrscheinlicher“. Der anhaltende Wirtschaftswachstum sowie die verbesserte Lage am Arbeitsmarkt seien ausreichende Gründe für eine solche Maßnahme. Damit war es eigentlich auch schon gesagt. Etwas Konkretes gab es nicht, geschweige ein Zeitpunkt oder wie hoch die Schrittweite einer Zinsanpassung ausfallen werde.

Im zweiten Quartal 2016 wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der USA um 1,1 Prozent, nach 0,8 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Nicht gerade berauschende Zahlen, aber für Yellen allemal genug, um von stärkeren Argumenten für eine Zinserhöhung zu sprechen. Wie hoch die Schwelle für eine Zinsanhebung gesetzt ist und welche Bedingungen noch erfüllt sein müssen, wissen die Finanzmarktteilnehmer nach wie vor nicht. Dafür erwähnte die Fed-Chefin die Möglichkeit der Notenbank, die Geldpolitik auf ein Neues zu lockern. Zahlreiche Notenbanken anderer Länder hätten diese Maßnahme bereits ergriffen.

Unterm Strich bleibt es den Markt-Akteuren wie bisher auch selbst überlassen, welcher Glaubensrichtung sie folgen wollen.


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