Fed: US-Dollar wird noch länger billig bleiben

US-Konjunktur-


Für die Finanzmärkte mag Bernankes Ankündigung einer weiteren Niedrigzinsphase wir der verspielte Antrieb zur Achterbahn erscheinen. Dennoch bekräftigte der Notenbank-Chef der Federal Reserve lediglich die Abhängigkeiten für das Rückfahren der lockeren Geldpolitik.

Euro und Dollar

US-Dollar & Euro: Durch Geldlfuten im gegenseitigen „Billig-Wettbewerb“

Der US-Dollar soll noch länger „sehr preiswert“ bleiben

Will Ben Bernanke, Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), mit den Börsen und Finanzmärkten spielen wie mit der Eisenbahn, oder ist es doch viel eher die erklärte nackte Realität, die von den Finanzmarktteilnehmern offenbar „völlig übersehen“ wurde?

Die US-Wirtschaft wird allen Anzeichen nach „auf absehbare Zeit eine expansive Geldpolitik“ benötigen, erklärte der Notenbankchef am Mittwoch auf einer Konferenz in New York. Der Zeitpunkt dieser Verkündung wurde von Bernanke nach Börsenschluss gewählt, wie die F.A.Z. (Donnerstag). Sicher kein Zufall.

Nachdem die Fed das Rückfahren des laufenden Anleihekaufprogramms noch im Jahr 2013 für möglich hielt, gerieten die bisher eingefahrenen Finanzmärkte völlig aus den Fugen. Der Goldkurs sackte förmlich ab und der beständige Kapitalfluss an den Börsen wurde kräftig durcheinander gewirbelt. Bereits kurz nach der Botschaft rutschte der deutsche Leitindex DAX nach einem steilen Aufstieg ungebremst unter die 8.000-er Marke.

Die Straffung der lockeren Geldpolitik wurde von Bernanke jeher in Abhängigkeit der US-Konjunktur gebracht. Ein Rückfahren des Fed-Programms (QE3) käme nur dann in Frage, wenn die Arbeitslosenquote in den USA deutlich unter 7% abgesunken ist und auf einem stabilen Niveau verbleibt. Doch die Märkte haben diesen „zweiten Teil“ von Bernankes Ausführungen offenbar nicht mehr abwarten wollen.

Die Arbeitslosenquote, eine anhaltend niedrige Inflation und eine „ziemlich restriktive“ Haushaltspolitik ließen die Abschwächung einer expansiven Geldpolitik nicht zu, so Bernanke. Im vergangenen Monat betrug die Arbeitslosenquote 7,6 Prozent. Ein Rückgang deutlicher und anhaltender Rückgang der Arbeitslosigkeit bis zum Ende 2013 wurde von der Fed jedoch schon vor gut zwei Wochen für kaum wahrscheinlich eingeschätzt.

Wenn in den Finanzmärkten noch einigermaßen „geregelte Verhältnisse“ bestehen, läge es nahe, dass mit Bernankes Betonung einer weiteren ausgedehnten Niedrigzinsphase eine Umkehrbewegung stattfinden müsste. Doch ein derart heftiger Abrutsch wie es z.B. die Goldinvestoren hinnehmen mussten, wird wohl kaum im gleichen Umfang mit Kursanstiegen einhergehen.

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