Fed sagt Rückzug ab – Billiges Geld auch in Zukunft – Gold springt nach oben

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Die Federal Reserve sorgte für einen Paukenschlag. Der schrittweise Rückzug aus dem Anleihekaufprogramm ist abgesagt. Der Rückzug aus dem Rückzug. Die US-Konjunktur spielt sichtlich ein anderes Spiel als auf der Anleitung vorgegeben wurde. Der Goldkurs reagierte prompt.

Konjunktur

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Fed schockt und erleichtert zugleich – Reine Perspektive

Erstmals sind aus dem Haus Fed klare Ansagen zum Anleihekaufprogramm abgesondert worden. Die lockere Geldpolitik wird unvermindert fortgesetzt.

Bisher schüttete die US-Notenbank durch den Ankauf von Staatspapieren jeden Monat 85 Milliarden Dollar in den Markt. Die Fortsetzung dieser Praxis wurde in den letzten Monaten in Frage gestellt, da die Konjunkturdaten der USA offenbar die Voraussetzungen für eine Reduzierung der boten. Geringere Arbeitslosenzahlen und eine belebte Wirtschaft. Bereits die Ankündigung einer Drosselung der Geldschwemme sorgte für kräftige Verwirbelungen in den Aktien- und Rohstoffmärkten.

Scheinbar ist es doch nicht so gut bestellt mit der US-Wirtschaft. Die Fed gab nach der finalen Sitzung am Mittwoch bekannt, dass die monatlich 85 Milliarden Dollar auch künftig ihren Weg in den Geldkreislauf finden werden. Die Politik des billigen Geldes und der Tiefst-Zinsen wird unvermindert fortgesetzt.

Die doch sehr überraschende Entscheidung wird wiederholt für enorme Veränderungen an den Börsen bringen. Ein kompletter Rückzug aus den (vagen) anvisierten Plänen verändert die Grundlage zahlreicher Parameter, es kann zu Verschiebungen und Umkehrbewegungen kommen.

Der Goldkurs reagierte prompt. Noch am Mittwochvormittag rutschte der Preis für die Feinunze (31,1 Gramm) deutlich unter die 1.300,- Dollar-Marke, als der schrittweise Ausstieg aus dem Anleihekaufprogramm der Fed noch als sehr wahrscheinlich galt. Der Tagesabschluss endete mit einem Goldpreis von knapp 1.360,- Dollar und nach Kurseröffnung am Donnerstag ging es gleich weiter mit bereits 1.363,85 Dollar.

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Ein Gedanke zu „Fed sagt Rückzug ab – Billiges Geld auch in Zukunft – Gold springt nach oben

  • 16. Oktober 2013 um 18:53
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    Was ist die „Finanzkrise“?

    „Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuß wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da.“

    (aus „Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld“, 1916)

    20 Jahre später bezeichnete der „Jahrhundertökonom“ J. M. Keynes in seiner „Allgemeinen Theorie (der Beschäftigung der Politik)“ dieses Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) ergibt, als „Liquiditätsfalle“ – und beschrieb zwei Mittel, um sie hinauszuzögern: Erhöhung der Staatsverschuldung mit Ausgabe des Geldes für Projekte, die den Zinsfuß nicht senken (Löcher graben und wieder zuschaufeln, Kriegsrüstung, etc.), und Geldmengenausweitung.

    Um aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, gibt es bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld nur eine Möglichkeit: Eine umfassende Sachkapitalzerstörung muss den Zinsfuß anheben. Diese früher sehr beliebte „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ konnte jedoch nur solange der „Vater aller Dinge“ sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    Was ist Politik?

    „Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits.“

    Otto Valentin („Warum alle bisherige Politik versagen musste“, 1949)

    Was nun?

    „Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

    Sir Arthur Charles Clarke (1917 – 2008)

    Der längst überfällige, eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation setzt die Überwindung der Religion voraus, die den Kulturmenschen überhaupt erst „wahnsinnig genug“ für das Geld machte, lange bevor diese seitdem grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung wissenschaftlich erforscht war:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/glaube-aberglaube-unglaube.html

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