Fed rudert zurück – Zins-Anhebungen in den USA in weiter Ferne

US-Konjunktur-


Unterm Strich rudert die US-Notenbank Fed zurück. Die Leitzinsen in den USA bleiben wie sie sind und eine Zinsanhebung wurde vorsorglich in die entferntere Zukunft verlegt. Statt Zinserhöhungen wird von Marktbeobachtern inzwischen eine Fortsetzung der Geldschwemme (QE4) diskutiert. Der Wind scheint sich gehörig zu drehen.

US-Dollar

US-Notenbank behält Null-Zinsen bei. Unsicherheiten über die „Qualität“ der US-Wirtschaft

US-Konjunktur läuft doch nicht so wie erhofft und erwartet

Die Märkte warteten am Mittwoch mit Hochspannung auf das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Eine Zinsanpassung zum aktuellen Zeitpunkt erwarteten wohl die wenigsten Marktbeobachter, aber wenigstens eine etwas transparentere Aussage zum geplanten Zeitpunkt.

Die Fed enttäuschte die auf klare Aussagen hoffenden Marktteilnehmer, denn es gibt offenbar keinen Plan und schon gar nicht eine „feste Absicht“, die Zinsen im US-Finanzmarkt an einem fixierten Zeitpunkt anzuheben.

Grundsätzlich verknüpfte die US-Notenbank ihre Zinspolitik mit den konjunkturellen Entwicklungen in den USA. „Läuft es gut, dann stehen Zinsanhebungen im Raum“, so die grundlegende These. Aufstrebender Wirtschaftswachstum und Verbesserungen am Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten beflügelten die Vorstellungen baldiger geldpolitischer Straffungen. Ein Indikator für den jeweils aktuellen „Glaubens-Zustand“ der Marktteilnehmer war u.a. die Kursentwicklung bei Gold. Mit jedem Ansatz der Fed, die Zinsanhebung noch im Jahr 2015 als „etwas wahrscheinlicher“ zu erklären, brach der Goldkurs (fast) generell empfindlich ein.

Doch es läuft nicht rund in der US-Wirtschaft und die Fed „reagiert“ mit der Beibehaltung der Leitzinsen zwischen 0 und 0,25 Prozent. Auf der einen Seite hinkt die Konjunktur den Erwartungen hinterher und auf der anderen Seite stehen die US-Unternehmen mit ernsthafter Mine. Der US-Dollar richte mit seiner Stärke gegenüber den anderen wichtigen Währungen ohnehin schon gehörigen Schaden an. Die Exportwirtschaft leide unter zu hohen Preisen und geringen Absätzen. Ein Zinsanhebung würde dem Dollar noch weiteren Auftrieb verleihen.

Marktbeobachter verschoben ihren virtuellen Termin der Leitzinsanhebungen vom Juli auf Ende 2015 und inzwischen kursiert die Vorstellung einer weiteren Geldschwemme durch die Fed. Die bisherigen Programme der Geldflutungen in den USA drohen angesichts der kommenden Haushaltsdefizite zu verpuffen. In ZeroHedge wird laut über ein viertes Gelddruckprogramm (QE4) nachgedacht, um ein Austrocknen der Märkte zu verhindern.

So schnell kann sich der Wind drehen.





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