Fed enttäuscht Erwartungen der Märkte – Klare Aussagen Fehlanzeige

Fed-


Die US-Notenbank Federal Reserve veröffentlichte am Mittwoch das Protokoll von der Sitzung Ende Juli. Die Märkte sind auch nach der Einsicht der internen Abstimmungsergebnisse genauso „schlau bzw. unwissend“ wie vorher. Die lockere Geldpolitik durch Anleihekaufprogramm und quasi Null-Zins findet erst einmal „bis auf Weiteres“ eine Fortsetzung.

Glücksspiel

Erwartete klare Antworten der Fed sind ausgeblieben

Es bleibt vorerst so wie es gerade ist

Klartext sieht anders aus. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hält sich mehr bedeckt als sie eine klare Aussage trifft. Wer als Händler und Investor eine klare Linie, womöglich noch fixierte Termine erwartete, wurde vom Inhalt des veröffentlichten Sitzungsprotokolls (Ende Juli) ernüchtert.

Es gibt weder einen Zeitplan noch konkrete Hinweise wie die Fed künftig mit dem derzeit laufenden Anleihekaufprogramm verfahren wird. Die Geldschwemme in einem Volumen von 85 Milliarden Dollar pro Monat wird erst einmal „bis auf Weiteres“ so weiter laufen wie bisher. Der von den Börsen angepeilte September, als der „Startpunk“ für ein stufenweises Zurückfahren des Kaufprogramms der Fed dürfte damit hinfällig sein. Ohnehin hatte Notenbank-Chef Ben Bernanke schon Wochen zuvor erklärt, das „lockere Geldprogramm“ erst dann verjüngen zu wollen, wenn sich die US-Konjunktur auf einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung befindet. Dazu gehört auch die Absenkung der Arbeitslosenquote auf höchstens 6,5 Prozent.

Mit der US-Wirtschaft geht es eher schleppend aufwärts. Die Arbeitslosenquote wurde vom US-Arbeitsministerium für den Juli 2013 bei 7,4 Prozent angegeben (-0,2 Prozentpunkte gegenüber Juni). Deshalb wird die Fed wohl kurzfristig kaum an ihrer Niedrigzinspolitik und dem Anleihekaufprogramm (QE3) etwas verändern.

Der Goldkurs hatte bereits bei der ersten gestellten Vermutung, die Fed könne das Anleihekaufprogramm zurückfahren, die Anfälligkeit und Nervosität der Märkte unter Beweis gestellt. Ein Ende der Geldschwemme würde zu ansteigenden Zinsen führen und dem Zulauf zum „sicheren Hafen Gold“ den Wind aus den Segeln nehmen. Doch der Goldkurs verhielt sich u.a. sehr untypisch und schon gar nicht so, wie es zahlreiche Marktanalysten erwartet hätten. Trotz der voraussichtlichen Fortsetzung der Fed-Geldmaßnahmen rutschte der Goldpreis nach einer kleinen Aufwärtsbewegung letztendlich um knapp 8 Dollar pro Feinunze (31.1 g) ab.

Tarifometer24.com – Tarife – News – Meinungen

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.