Februar 2016 -0,2% Inflation Eurozone – Fulminanter Misserfolg der EZB

Eurokrise-


Fulminanter Misserfolg der EZB. In der Eurozone lagen die durchschnittlichen Preise im Februar 2016 um -0,2 Prozent unter den Preisen vor einem Jahr. Die Inflation ist wiederholt in den negativen Bereich abgerutscht.

Eurokrise

Inflationsrate in Eurozone stellen EZB-Maßnahmen als grandiosen Misserfolg bloß.

Sämtliche Ziele trotz zig Milliarden-Schwemme völlig verfehlt

Das Schreckgespenst der Europäischen Zentralbank (EZB) ist wieder zurück, das Minuszeichen vor dem jährlichen Inflationswert. Im Februar 2016 betrug die jährliche Inflation -0,2 Prozent. Es könnte auch „Deflation von 0,2 Prozent“ gelten.

Rund 720 Milliarden Euro pumpte die EZB seit März 2015 alleine durch die Anleiheankäufe in die Finanzmärkte, von den weiteren Maßnahmen für die Rettung der Privatbanken mal ganz abgesehen. Der Grund: Die Inflation anheben. Erfolg: Null.

Wenn die Medizin dem Patienten nicht hilft, dann muss er eben noch mehr davon schlucken. Dem EZB-Chef Mario Draghi steht stehen scheinbar keine weiteren Rezepte mehr zur Verfügung, als den Geldhahn noch weiter aufzudrehen. Die Leitzinsen in der Eurozone liegen bereits zwischen fast Null und darunter. Für die Einführung durchgängig negativer Zinsen scheinen die Voraussetzungen noch nicht erfüllt zu sein. Die Vorbereitungen sind aber schon im Gange. Zuerst fällt der 500-Euro-Schein, dann folgt der erweiterte Abbau von Banknoten-Einheiten, bis hin zum Bargeldverbot.

Im Januar lag die Inflation in der Eurozone „immerhin“ noch bei 0,3 Prozent, also eine „positive Geldentwertung“. Der Abrutsch um 0,5 Prozentpunkte ist allerdings beachtlich. Geschuldet ist der durchschnittliche Rückgang der Preise vor allem dem Energiesektor. Lt. Eurostat lagen die Energiekosten im Februar 2016 um -8,0 Prozent unter Vorjahres-Niveau. Jedoch ließen die positiven Inflationswerte der anderen Warenkorb-Sparten gegenüber dem Vormonat deutlich nach.

Welche geldpolitischen Instrumente blieben der EZB noch? Der Anleihekauf könnte von derzeit 60 Milliarden pro Monat ausgeweitet werden. Der ursprüngliche Endtermin September 2016 ist von Mario Draghi bereits zwei Mal um je 6 Monate in die Zukunft verschoben worden. Den Großbanken könnten höhere Strafzinsen aufgebrummt werden, wenn sie ihr überschüssiges Kapital temporär bei der EZB parken. Derzeit liegt die „Einlagerungsgebühr“ bei 0,3 Prozent.

Alles Maßnahmen die in ihrer bisherigen Dosierung zu keinerlei Erfolg führten. Die Konjunktur schleppt sich nach wie vor von einen Monat zum nächsten, die Inflation fiel ab statt anzusteigen und die Kreditvergabe von Geldhäusern an die Unternehmen stockt noch immer.

Mit der Erweiterung der historisch massiven Geldschwemme bläht die EZB die Finanzmärkte noch mehr mit heißer Luft auf, eine kräftige Portion Schwarzpulver gleich hinterher. Ein inzwischen unumkehrbarer Weg und selbst die „zündende Idee“ zu einer vermeintlichen Lösung der Eurokrise würde die Bombe zum Platzen bringen.





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