Faule Hypothekenpapiere: JPMorgan darf Milliarden-Preis bezahlen

Finanzkrise JPMorgan-


Die US-Bank JPMorgan hatte vor der Finanzkrise keine Hemmungen, anderen Investoren schön verpackte faule Kredite unterzujubeln. Nach rund sechs Jahren trifft das erste Echo ein. Das ungenierte Treiben der Großbanken, welches letztendlich zur Bildung einer riesigen Hypotheken-Blase in den USA führte, soll ein kräftiges Nachspiel haben. Auf JPMorgan kommt nun eine zweistellige Milliardensumme als Entschädigungszahlung zu.

Bankenbetrug

Dreistellige Milliarden-Strafe für Teilnahme an der Krisenauslösung

Milliarden- Vergleichszahlung für faules Spiel mit Hypothekenpapieren

Dieses Mal geht es nicht um kleine Rosinen sondern um einen Betrag, der die Reserven in der Kaffeekasse von JPMorgan um einen ordentlichen Betrag übersteigen dürfte.

Vor gut einer Woche wurde die Großbank JPMorgan Chase von mehreren Aufsichtsbehörden in den USA und in Großbritannien zur Zahlung von insg. 920 Millionen Dollar verdonnert. Unverantwortliches Risikomanagement gegenüber den Investoren und weitere „Unregelmäßigkeiten“ waren die Gründe für die Strafzahlung.

JPM hat aber noch viel mehr in Petto und die Öffentlichkeit erfährt lediglich den Teil, der erstens aufgedeckt worden sein muss und zweitens nicht unter den Tisch fallen gelassen wurde. Doch mit dem aktuellen „Batzen“ wurden u.a. die US-Regierung, Bundestaaten und die Steuerzahler mit reingezogen. Das Hypotheken-Desaster in den USA ist untrennbar mit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2007 verbunden und JPMorgan hatte in diesem Geschäftszweig ordentlich mitgemischt.

Zwischen den Jahren 2005 und 2007 soll JPMorgan beim Handel mit Hypothekenpapieren mehrfach gegen geschriebene Gesetze verstoßen haben. Wie so oft ging es um „Überraschungspakete“. Finanzprodukte aus fantasievoll zusammengestellten Wertpapieren und natürlich mit einer kräftigen Portion fauler Hypothekenkredite. Hübsch verpackt aber hoch explosiv. Die Immobilienpreisblase in den USA ließ die Luft mit einem großen Knall entweichen. Die vermeintlich relativ sicheren Hypothekenpapiere waren auf einen Schlag nichts mehr wert. Abnehmer dieser faulen Papiere waren u.a. andere Banken. Diese Kreditinstitute sowie andere Anleger gerieten in eine ordentliche Schieflage. Der Stein wurde ins Rollen gebracht und trat eine Lawine los.

Der Hypothekenschwindel soll den Preis von 11.000.000.000 Dollar erhalten
Im Mittelpunkt steht JPM. Das Ermittlungsverfahren zu den Vorgängen läuft bereits seit geraumer Zeit und nun zeichnet sich ein Vergleich ab, der auch dem Finanzriesen etwas weh tun dürfte. Immerhin stehen lt. DW.de (Freitag) rund 11 Milliarden Dollar zur Diskussion. Sieben Milliarden Dollar sollen cash überbracht werden und vier Milliarden Dollar sollen den Kunden von JPMorgan durch finanzielle Vorteile zugute kommen.

JPMorgan bleibt nicht alleine auf der ganzen Strecke, sondern erhält Begleitung von weiteren Kredithäusern. Die US-Ermittlungsbehörden haben auch weitere Institute im Visier. Die Citigroup wird lt. DW.de eine Entschädigung in Höhe von 395 Millionen Dollar an Freddie Mac (Immobilienfinanzierer) überweisen. Lediglich eine nächste Tranche nach der bereits geleisteten Zahlung in Höhe von 968 Millionen Dollar an Fannie Mae.

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