Fantasien und Realität in der Russland- Ukraine-Krise

Russlandkrise-


Fantasien und Realität kennen in der Russland- Ukraine-Krise keine scharfen Grenzen. US-Aufklärungsdienste wollen eine bevorstehende Russland-Invasion erkannt haben und Frankreichs Aufklärer wissen gar nicht worüber die „Nato-Flüsterer“ sprechen. Dennoch setzt das Verteidigungsbündnis die bisherige Strategie unbeirrt fort und lässt ihre gewonnenen Erkenntnisse über ausgewählte Medien verbreiten.

Panzer

Die vermeintlichen Invasions-Panzer Russlands werden lt. Nato „immer moderner“

US-Aufklärung spricht von Invasion – Frankreich vermutet ein „Mirage“

Trotz des zweiten Minsker Abkommens vom 12. Februar geben Russland und die „verbündeten Separatisten“ in der Ost-Ukraine keine Ruhe, so die unterschwellige Botschaft der Nato. Russland verstoße massiv gegen das Waffenstillstandsabkommen. „Wir sehen weiterhin russische Unterstützung für die Separatisten – durch Ausrüstung, Truppen und Training. Russland bewegt Truppen und Ausrüstung immer noch hin und her über die offene Grenze zur Ukraine“, so offenbar „Nato-Insider“ zur Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.).

Es seien sogar moderne Kriegsgeräte im Einsatz, darunter die Kampfpanzer des Typs T-80 und T-90. Inzwischen verfügten die Separatisten über mehr russische Waffen als zuvor und dies sei ein Widerspruch zu den Minsker Vereinbarungen. Man wolle über die Pläne der Separatisten nicht spekulieren, aber eine fortgesetzte Ausdehnung ihres Gebietes wolle man nicht hinnehmen, so die Nato lt. F.A.S.

Die von der F.A.S. verbreitete Warnung des westlichen „Verteidigungsbündnisses“ kommt genau zu dem Zeitpunkt, an dem bekannt wurde, dass die US-Geheimnisse in Bezug auf vermeintliche Truppenbewegungen Russlands offenbar einer Sinnestäuschung unterlegen waren. Die Geheimdienste der USA wollen eine Invasion russischer Truppen in die Ukraine beobachtet haben und gaben gegenüber der Nato entsprechende Berichte ab.

Der französische Geheimdienst kann derlei Handlungen allerdings nicht bestätigen. „Wir haben in der Tat festgestellt, dass die Russen weder Kommandostellen noch Hinterland-Einrichtungen, etwa Feldspitäler, organisiert hatten, die ihnen eine militärische Intervention ermöglichen würden“, so lt. RIA Novosty die Erklärung des französischen Generals Christophe Gomart vor der Nationalversammlung. Es sei ein bekanntes Problem, dass in der Nato die US-Aufklärung die Richtung vorgibt, während die französischen Aufklärungsdienste „nur mehr oder weniger berücksichtigt werden“.

Die Nato erklärte, Russland plane eine Invasion. Frankreichs militärischen Aufklärer können diese Hypothese „in keiner Weise“ bestätigen.





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