Falscher Fuffziger ist out – Zwanziger ist in

Geldfälschung-


Die Euro-Geldfälscher haben sich im Jahr 2012 „umformiert“. Letztes Jahr wurde zwar ein annähernd gleicher Wert an Euro-Noten gegenüber dem Vorjahr aus dem Verkehr gezogen, aber der Schwerpunkt lag eindeutig in der Stückelung 20,- Euro. Das Interesse an den „Falschen Fuffziger“ ebbte ab.

Geringerer nomineller Wert begrenzte den Schaden

Euro Geldfälscher
Geldfälscher backen kleinere Brötchen
Bild: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

Die „Falschmünzer“ haben im vergangenen Jahr 2012 wieder verstärkt ihre Arbeit aufgenommen und mehr Euro-Blüten in den Umlauf gebracht als noch im Jahr zuvor. Zusätzlich scheinen die Fälscher an der Farbe Blau einen besonderen Gefallen gefunden zu haben, da sich unter den gefälschten Euro-Banknoten besonders häufig die „Stückelung“ 20,- Euro wiedergefunden haben.

Der „Falsch Fuffziger“ ist demnach out und der „Gezinkte Zwanziger“ erlebt eine Premiere. Letztes Jahr wurden rund 41.500 falsche Banknoten aus dem Zahlungsverkehr gezogen, davon waren mit 46 Prozent die 20,- Euro Scheine am stärksten vertreten. Die Anzahl der selbst bedruckten Papierscheine stieg um ca. 6,4% gegenüber dem Jahr 2011. Der nominelle Schaden blieb jedoch annähernd unverändert, da die vermehrten 20-Euro Geldscheine erheblich dazu beitrugen, den Schaden auf 2,2 Millionen Euro zu halten. Gegenüber dem Vorjahr entstand lediglich ein Mehrschaden in Höhe von rund 100.000,- Euro.

Wer Falschgeld unbemerkt in die Hände bekommt und diesen im guten Glauben zur Bezahlung einsetzen will, erhält keinerlei Ersatz, wenn der „untergeschobene Schwindel“ aufgedeckt wird. Dennoch hob die Bundesbank hervor, dass die Risiken, ein Opfer des „Gezinkten Zwanzigers“ zu werden, äußerst gering sind. Bei der Gesamtanzahl aller falschen Banknoten besteht rein rechnerisch die Chance in einem Verhältnis von fünf Blüten zu 10.000 Einwohnern, dass man tatsächlich auf ein „Imitat“ hereinfällt.

Noch im Sommer 2011 stellte die Bundesbank einen prägnanten Rückgang der aktiven Geldfälscher im Vergleich zu den vergangenen Jahren fest. Offenbar haben die „Zinker“ anhand der Euro-Krise die Lust verloren, an etwas herum zu fälschen, was bereits morgen auch im Original nichts mehr wert sein könnte.

Dennoch wies die Bundesbank darauf hin, dass im letzten Jahr Blüten im nominellen Wert von rund 890 Milliarden Euro innerhalb der Euro-Zone im Umlauf waren, gestückelt in gut 14,9 Milliarden Papierscheinen. Das Bundesgebiet erreichten rund 8,8 Milliarden Stück Papier-Blüten mit einem Wert von knapp 420 Milliarden Euro.

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.