Fake News: DeutschlandRadio bietet Beispiel

Medien-


Der öffentlich-rechtliche Sender DeutschlandRadio verbreitete Fake News. Eine beim Berliner Landgericht erwirkte einstweilige Verfügung untersagt dem Sender die Verbreitung von weiteren Falschnachrichten.

Eine Steilvorlage für das geplante „Wahrheitsministerium“

Münchhausen
Ein zwangsfinanzierter Bildungsauftrag

Bevor das von der Bundesregierung geplante „Abwehrzentrum gegen Fake News„, alias „Wahrheitsministerium“ überhaupt installiert, geschweige aktiviert wurde, demonstrierte der öffentlich-rechtliche und somit zwangsfinanzierte Sender Deutschlandradio kurzerhand was mit „Fake News“ gemeint sein könnte. Eine fabrizierte Falschnachricht beschäftigte das Berliner Landgericht und dieses untersagte nun Deutschlandradio das Verbreiten von „gefakten News“.

Unter dem Deckmantel „DRadioWissen“ strahlte der Sender am 08. Dezember 2016 einen Beitrag über den einschlägigen Medien gegenüberstehenden alternativen Informationsquellen aus. Dabei verwendete Deutschland Radio ein Zitat aus dem US-Magazin Vice. Im Jahr 2015 schrieb das Magazin einen Beitrag über die Deuschen Wirtschafts Nachrichten (DWN) und führte aus: „Wer gerne dunkle Machenschaften behauptet, ohne sie irgendwie belegen zu können, ist kein Nachrichtenportal, sondern ein Blog für Verschwörungstheoretiker“.

DeutschlandRadio nahm es allerdings mit der Auslegung nicht so sehr genau und beschrieb DWN folgend: „Das ist eine Seite, die Matern Boeselager mal als Blog für rechte Verschwörungstheoretiker…“. Das Wort „rechte“ ist in das als wörtlich ausgegebene Zitat einfach mal so mit reingerutscht. Ein kleiner, aber dezenter Unterschied.

DWN erklärte nun selbst, dass die Verantwortlichen von DeutschlandRadio zu keinem Zeitpunkt mit DWN gesprochen haben. Der Sender habe nach einer anwaltlichen Aufforderung der DWN das „Versehen“ zwar korrigiert und sich dafür entschuldigt, aber die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung abgelehnt. Im Anschluss erwirkte DWN beim Landgericht Berlin eine einstweilige Verfügung. DeutschlandRadio sollte es unter Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro unterlassen, weiterhin Falschmeldungen zu verbreiten.

„Es ist bedauerlich, dass Gelder aus den Rundfunkgebühren zur Produktion von „Fake News“ verwendet werden“, so DWN.


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