Faire Einkommensverteilung – Neue Maßstäbe im Ländervergleich

Chancengleichheit-


Zur Ermittlung der Einkommensungleichheit in verschiedenen Ländern setzte das Münchner ifo Institut neue Maßstäbe an. In der Kategorie „unfaire Ungleichheit“ landete die Bundesrepublik auf Platz Sechs und damit noch einige Ränge vor der Schweiz.

Abwesenheit von Armut und Chancengerechtigkeit

Heisse Kartoffel
Neue Maßstäbe für Ermittlung der Fairness

Einkommensungleichheit muss nicht „per se“ schlecht sein. So lautet zumindest der zur Ermittlung der „unfairen Ungleichheit“ im Ländervergleich neu angesetzte Maßstab des Münchner ifo Instituts. Abwesenheit von Armut und philosophische Konzepte der Chancengerechtigkeit miteinander kombiniert, ergebe einen neuartigen Ausgangspunkt für die Berechnungen der Einkommensungleichheit.

Im neuen Verfahren untersuchte das Institut die Ursachen von Ungleichheit und zerlegte die Ergebnisse in faire und unfaire Faktoren. Demnach entstehe unfaire Ungleichheit „durch die Existenz von (relativer) Armut oder die Abwesenheit von Chancengerechtigkeit. Faire Ungleichheit hingegen lässt sich auf individuelle Anstrengung und Leistung zurückführen“, so Peichel, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

Im Vergleich von 31 Ländern sind lt. ifo-Studie die Einkommen der Menschen in den Niederlanden, Finnland und Norwegen am fairsten verteilt. Auf den folgenden Plätzen befinden sich Frankreich, Belgien, Deutschland, Tschechien und Malta. In der Kategorie Fairness der Einkommensverteilung landete die Schweiz auf Platz Zehn. Die Schlusslichter bilden Rumänien, Italien und Litauen.

Die Studie des ifo Instituts stellte auch einen Langzeitvergleich für die USA an (ifo-Studie).


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