EZB Leitzinssenkung auf 0,05% plus weitere 500 Milliarden Euro

Euro-Krise-


Die Europäische Zentralbank (EZB) senkt den Leitzins auf 0,05% und schöpft damit das letzte Quäntchen Spielraum aus. Die Konjunktur soll darüber hinaus mit einer Finanzspritze von bis zu 500 Milliarden Euro befeuert werden.

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EZB senkt Leitzins nur noch auf 0,05 Prozentpunkte über der Null

0,05% + 500 Mrd. €: Das letzte Aufgebot gegen die drohende Deflation?

Mit der Leitzinssenkung auf 0,05% rückte die EZB die Eurozone noch tiefer in bisher unerforschtes Gebiet. Neben der Reduzierung des Leitzinssatzes (Hauptrefinanzierungszinssatz) schob die Notenbank den Einlagenzins für die Banken von -0,1 zu -0,2% noch weiter in den negativen Bereich. Für die Kreditinstitute, die ihr Kapital bei der EZB parken, wird es damit etwas teurer.

Zusätzlich plant die EZB weiteres Kapital zur Verfügung zu stellen, in der Hoffnung, damit die lahmende Konjunktur auf Vordermann zu bringen. Bis zu 500 Milliarden Euro sollen über die Banken in die Märkte gespült werden.

Das Anleihekaufprogramm vom Sekundärmarkt kommt demnach noch nicht zum Zuge, dürfte aber bei der nächsten EZB-Ratssitzung ernsthaft zur Debatte stehen. Die geldpolitische Maßnahme der Notenbank im September unterscheidet sich im Prinizip nicht von den Schritten im Juni. Bis auf den fallenden Euro gegenüber dem US-Dollar sind alle weiteren angestrebten Ziele weit verfehlt worden.

Daher ist es fraglich, ob die heutige Entscheidung der Leitzinsabsenkung und die in Aussicht gestellten bis 500 Milliarden Euro den Erfolg bringen werden. Die Medizin ist gleich geblieben, nur die Dosierung wurde verändert.





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