EZB hält im September 2018 an ihrer Geldpolitik fest

Finanzkrise-


Die Europäische Zentralbank hält auch im September an ihrer bisherigen und geplanten Geldpolitik fest. Die Zinsen bleiben auf Stand und das Anleihekaufprogramm wurde reduziert.

EZB halbiert Volumen des Anleihekaufprogramms

EZB Frankfurt
Leitzins bleibt weiterhin bei Null

Die Verkündung der Ergebnisse aus der EZB-Ratssitzung am Donnerstag ergab im Prinzip nichts Neues. Der Leitzinssatz (Refinanzierungszinssatz) bleibt auf dem Stand seit März 2016 bei 0,0 Prozent und der Einlagenzinssatz für die von den Banken geparkten Gelder bei minus 0,4 Prozent („Strafzins“). Die EZB hält nach wie vor daran fest, die Null- bzw. Negativ-Zinsen bis mindestens Ende Sommer 2019 beizubehalten.

Zu den Anleihenkäufen läutete die EZB am Donnerstag die geplante Beendigung zum Jahresende ein. Das monatliche Ankaufvolumen beträgt ab Oktober „nur“ noch 15 Milliarden Euro. Zuletzt erwarb die EZB jeden Monat Anleihen in einem Umfang von 30 Milliarden Euro. Eine Hintertür ließ sich die Notenbank dennoch offen. Die endgültige Einstellung des Anleihenkaufprogramms setzte zufriedenstellende Konjunktur voraus. Bisher pumpte die EZB mehr als 2,5 Billionen Euro durch den Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen in die Finanzmärkte. Erklärtes Ziel dieser massiven Maßnahme sei die Konjunkturbelebung durch leichtere Vergabe von Krediten an die Realwirtschaft sowie ein Anziehen der Inflation auf die gewünschten knapp 2 Prozent. Im Bundesgebiet lag die Inflation im August bei 2,0 Prozent.


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