Exportvolumen nach Griechenland in leichtem Aufwärtstrend

Griechenlandkrise-


Die eingebrochenen Exporte nach Griechenland haben ihren Sturzflug der letzten Jahre vorerst unterbrochen. Im vergangenen Jahr 2014 war seit 2008 erstmalig wieder ein Plus beim Exportvolumen zu messen.

Steigerungen

2014 stiegen die Exporte nach Griechenland an, nach einem Einbruch um gut 41 Prozent

Pharmaindustrien beider Länder gewichtig im gegenseitigen Handel

Der Handel Deutschlands mit Griechenland brach seit dem Jahr 2008 kräftig ein. Mit dem Ausbruch der durch Banken verursachten Finanzkrise schrumpften die Ausfuhren nach Griechenland bis zum Jahr 2013 um 41 Prozent, so das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag.

Im Jahr 2013 wurde demnach mit einem Export-Volumen von 4,7 Milliarden Euro ein Tiefstand erreicht. Im Jahr 2008 lag der Wert bei 8,0 Milliarden Euro und markiert gleichzeitig den bisherigen Höchststand. Einen Lichtblick will Destatis im leicht angestiegenen Handelsvolumen im Jahr 2014 erkennen. Nach vorläufigen Berechnungen sei das Volumen der von Deutschland nach Griechenland exportierten Güter auf 5,0 Milliarden Euro angestiegen. Ein Umfang wie zuletzt im Jahr 2001.

Den Maschinen stehen überwiegend Agrarprodukte gegenüber

Deutschlands Ausfuhren nach Griechenland bestehen überwiegend aus Maschinen und Fahrzeugen. Das Exportvolumen von Kraft- und Landfahrzeuge ging zwischen den Jahren 2010 und 2014 um 27% zurück. Im vergangenen Jahr betrug der exportierte Wert in dieser Spart 355,7 Millionen Euro (im Jahr 2010 486,1 Millionen Euro). Der Exportwert von Apparaten, Maschinen und weitere mechanische Geräte ging im selben Zeitraum um knapp 10% auf 596,5 Millionen Euro zurück. Die deutsche Pharmaindustrie kann sich dagegen über ein gestiegenes Exportvolumen freuen. Der Ausfuhrwert nach Griechenland stieg von 576,2 Millionen Euro (2010) auf 703,4 Millionen Euro im Jahr 2014. Ein Plus um 22%.

Das Importvolumen von griechischen Erzeugnissen blieb in den vergangenen 20 Jahren relativ konstant, so Destatis. Die Werte schwankten zwischen 1,5 und 2,1 Milliarden Euro, zuletzt im Jahr 2014 bei 1,7 Milliarden Euro. Haupt-Importgüter aus Griechenland sind Erzeugnisse aus der Landwirtschaft, wie Pfirsiche und Pfirsichzubereitungen, sowie Schafskäse und Oliven. Die griechische Pharmaindustrie besitzt im Handel mit Deutschland ebenfalls ein großes Gewicht.





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