Export: Bilanzüberschuss im September 2016 bei 24,4 Mrd. Euro

Konjunktur-


Die deutsche Wirtschaft führte im September 2016 um 24,4 Milliarden Euro mehr Waren aus als im gleichen Zeitraum importiert wurden. Das Exportvolumen stieg auf Jahressicht um 0,9 Prozent an, der Import lag dagegen um 1,4 Prozent niedriger.

Außenhandelsbilanz nach wie vor mit hohem Überschuss

Industrie
Export-Wahn geht ungebremst weiter

Im September 2016 stiegen die Exporte an und gleichzeitig sanken die Importe ab. Die „Export-Nation“ Bundesrepublik führte Waren im Wert von 106,4 Milliarden Euro aus und importierte im gleichen Zeitraum Waren im Wert von 82,0 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat August sanken die Exporte kalender- und saisonbereinigt um 0,7 Prozent und die Importe um 0,5 Prozent ab, so Destatis am Dienstag.

Damit wurde der September 2016 mit einem erneut hohen Bilanzüberschuss von 24,4 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vorjahres-September lag der Überschuss bei 22,3 Milliarden Euro.

Der Überschuss setzte sich aus dem Sparten Waren (26,2 Mrd. Euro), Dienstleistungen (-3,6 Mrd. Euro), Primäreinkommen (4,3 Mrd. Euro) und Sekundäreinkommen (-2,7 Mrd. Euro) zusammen.

Im erfassten Monat wurden in die EU Waren im Wert von 63,4 Milliarden Euro exportiert und gleichzeitig Waren im Wert von 55,2 Mrd. Euro von dort eingeführt. Der Export stieg auf Jahressicht um 2,3 Prozent, der Import sank dagegen um 0,3 Prozent ab.

In die Eurozone gingen Waren im Wert von 39,5 Milliarden Euro und von dort fanden Waren im Wert von 37,0 Mrd. Euro ihren Weg in die Bundesrepublik. An die Drittländer gingen im September 2016 Waren im Wert von 43,0 Mrd. Euro. Der Import aus Ländern außerhalb der EU umfasste ein Volumen von 26,8 Mrd. Euro. Export und Import in bzw. von Drittländern sanken um 1,0 Prozent bzw. um 3,6 Prozent ab.


Angesichts dieser erneut erzielten hohen Überschüsse im September 2016 fühlte sich die Zeitung Welt.de offenbar dazu gedrängt, die Außenhandelsbilanz als einen „deutschen Sparwahn“ zu bezeichnen. Immerhin kommt das „Springer-Blatt“ zur Einsicht, dass die deutschen Arbeitnehmer und Haushalte unter ihren Verhältnisse leben, aber die Bilanzüberschüsse als im Ausland angespartes Vermögen der Bürger zu nennen, relativiert die vermeintlich wundersame „Erleuchtung“ wieder. Die Vorlage für derlei Thesen brachte allerdings die Bundeskanzlerin Merkel (CDU) mit ihrer These, die Bundesbürger verfügten über viel mehr Vermögen als allgemein angenommen, da schließlich Ansprüche auf die Renten bestünden.


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