Eurogruppe sagt Ja zur Kreditvergabe an Athen – Nun stimmt der Bundestag ab

Griechenlandkrise-


Die Eurogruppe stimmte den Vereinbarungen zwischen Griechenland und den Gläubigern für die Vergabe von weiteren bis zu 86 Milliarden Euro zu. Am Mittwoch stimmen die Abgeordneten des Deutschen Bundestags über die Freigabe des dritten Kreditprogramms ab. Eine rein formelle Angelegenheit.

Rettungsprogramme

Den Abgeordneten bleibt nicht viel Zeit zum Überlegen – Athen muss tilgen

Der IWF hält sich zurück und fordert Schuldenschnitt

Mit dem „Segen“ der Eurogruppe (Finanzminister der Euro-Länder) über die Vergabe von bis zu 86 Milliarden Euro an Griechenland, sind nun die Regierungen bzw. die Parlamente der Euro-Staaten am Zuge. Am Mittwoch will der Deutsche Bundestag über das dritte Kreditprogramm abstimmen.

In der dritten Runde der Finanzspritzen an Athen erfolgte die Zustimmung der Eurogruppe ohne dem Rückhalt des Internationalen Währungsfonds (IWF). Offenbar besann sich der IWF inzwischen auf die Fakten und den realen Möglichkeiten des hochverschuldeten Griechenlands. Der Fonds setzt der Beteiligung an die „Rettungsaktion“ die Tragfähigkeit der Schulden voraus und in der gegenwärtigen Situation sei dies nicht gegeben. Der IWF forderte einen Schuldenschnitt für Griechenland und behält dafür insbesondere die Bundesregierung im Blickfeld.

Am 19. August treffen sich die Abgeordneten in einer Sondersitzung und stimmen über das dritte Kreditprogramm ab, nur einen Tag vor der fälligen Rückzahlung von 3,4 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB). Die Zustimmung der Euroländer gilt eigentlich nur noch als eine reine formelle Angelegenheit. Im Vorfeld ist bereits eine „Vorschuss-Überweisung“ am Mittwoch im Gespräch, damit Athen die Zahlung an die EZB überhaupt stemmen kann. Die erste Kredittranche der geplanten bis zu 86 Mrd. Euro soll 26 Mrd. Euro betragen. Die Hälfte davon ist bereits für die kommende Woche vorgesehen, weitere Milliarden folgen in den nächsten Monaten.

Griechenlands Schuldenquote bewegt sich derzeit im Bereich von 170 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Mit der vollständigen Überweisung des dritten „Hilfspakets“ steigt Athens Schuldenberg auf über 200 Prozent des BIP an. Kurz bevor die erste „Rettungsaktion“ für Griechenland eingeleitet wurde, lag die Schuldenquote bei rund 120 Prozent.





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