Euro: Barroso erklärt Einheitswährung wiederholt als gerettet

Eurokrise-


EU-Kommissionspräsident Barroso wiederholte seine These eines „geretteten Euros“ bei einer Rede in Florenz. Demnach wäre die Einheitswährung bereits über den Berg und in seiner Existenz nicht mehr bedroht.

„Alles ist gut und der Rest wird besser“

Europäische Zukunft
Traumwandeln im Namen Europas

Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, hielt am Donnerstag anlässlich des Europatags eine Rede im italienischen Florenz und beschrieb die Eurokrise als nicht mehr existenzbedrohend. Dem Wortlaut Barrosos wäre die Eurozone aus „dem Gröbsten“ heraus, aber die „existentielle Bedrohung für den Euro“ wäre im Wesentlichen zu Ende.

Barrosos Versionen eines „geheilten“ und funktionierenden Euros scheinen noch nicht verblasst zu sein. Im Gegenteil. Es mutet wie ein Trommelfeuer von Beteuerungen an, die Einheitswährung wäre das notwendige Elixier zur Europäischen Union. Bereits zum Jahreswechsel 2012/2013 überschlugen sich förmlich die Botschaften einer beendeten Eurokrise, nur um mit Zyperns Rettungs-Desaster und der neuen Qualität einer Sparer-Enteignung eines Besseren belehrt zu werden.

Einen eindrucksvollen Einblick in die Weitsichten der Europa-Politik gibt der vom Kommissionspräsidenten gehaltene Vortrag im vergangenen Jahr.

Auszüge aus der Rede vom Mai 2012
Bereits im vergangenen Jahr am 09.Mai 2012 hielt der Präsident eine Rede in Florenz bei der er u.a. an die „verheerenden Erfahrungen“ von zwei Weltkriegen erinnerte, aus denen letztendlich der feste politische Wille einer Europäischen Union geboren worden sei. Das Besondere an der EU wäre die Kombination aus wirtschaftlicher Integration sowie den „supranationalen Institutionen“.

Innerhalb der Europäischen Union wären Institutionen von „innovativen und supranationalen Natur“ integriert, so Barroso. Dazu zählten das demokratisch gewählte Europäische Parlament, die Europäische Kommission, der Europäische Gerichtshof, die Europäische Zentralbank und der Rechnungshof. Genau diese Institutionen geben die „beste Garantie für die Einhaltung der vereinbarten Grundsätze und Regeln in einer Union aus souveränen Staaten“, so der Präsident.

Dem „einzigartigem Arrangement“ wäre es zu verdanken, dass die EU stets in der Lage gewesen wäre, die Krisen zu bewältigen und anschließend „gestärkt und stärker vereint“ hervor zu gehen. Europa hätte mit dem Euro eine einheitliche Währung, die in nur wenigen Jahren zur zweiten Leitwährung der Welt werde.

Europa bräuchte Führung und Eigenverantwortung mehr als alles andere. Dies wäre notwendig, um das verloren gegangene Vertrauen wiederherzustellen und Wachstum sowie Wohlstand in Europa zu fördern. Eine Zusammenarbeit wäre aus diesem Grund unverzichtbar. Europa wäre viel „mehr als Brüssel“. Europa wäre nicht nur Institutionen und Regierungen sondern auch 500 Millionen Europäer. „Ja, Europa ist für uns alle“, so Barroso und gab sich zuversichtlich, dass das „Erbe der Gründungsväter“ erfolgreich zu einem „stärkeren und geeinten Europa für das 21. Jahrhundert“ ausgebaut werden könne. (Die Rede Barrosos Mai 2012)

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