EU will Banken den Umgang mit faulen Krediten erleichtern

Geldpolitik –


Die EU-Kommission will den Banken Erleichterungen zum Umgang mit faulen Krediten verschaffen. Ab dem Jahr 2021 dürfte die Welle der (offiziellen) Insolvenzen losgetreten werden.

Investmentbanken

Banken werden im kommenden Jahr vor wachsenden Berg fauler Kredite stehen

Faule Kreditpakete dürfen einfacher aus EU entfernt werden

Die Stimmen über eine erneut bedrängte „Banken-Landschaft“ aufgrund der zur Pandemie erklärten Corona-Krankheit werden lauter. Immer mehr Privathaushalte und vor allem Unternehmen sind nicht mehr in der Lage, die aufgenommenen Kredite samt verlangten Zinsen zu bedienen. Damit geraten die Kredithäuser verstärkt unter Druck. Das schreit direkt nach erneuten Hilfen zulasten der Steuerzahler. Wie das am besten funktioniert, haben die Verantwortlichen der EU, der Euro-Mitgliedsländer, der EZB und des IWF bereits während den anhaltenden Auswirkungen der sog. Finanzkrise ab 2009 herausgefunden.

Im Rahmen der mit Corona begründeten Krise will die EU-Kommission nun erste Schritte einleiten, um den Banken ihre „erschütterte“ Existenz zu erleichtern. Die Risiken bei den Bilanzen der Geldhäuser könne zunehmen, so der Tenor. Hierfür erarbeitete die Kommission lt. Süddeutsche Zeitung (Freitag) einen sog. Aktionsplan und dieser soll bereits am kommenden Dienstag abgesegnet werden. Mit den ersten Maßnahmen sollen die Banken die Möglichkeit erhalten, den angesammelten Berg fauler Kredite leichter über die EU-Grenzen hinweg verkaufen zu können. Zusätzlich sollen sämtliche bereits in der EU existierende „Bad Bank“ zu einem Netzwerk verbunden werden. Unterm Strich geht es um vereinfachte, bzw. vereinheitlichte Verfahren, um so eine beschleunigte Aufarbeitung zu erreichen.

Kreditausfallversicherer fürchten in 2021 Insolvenzwelle

Wie es um die Ausfallrisiken der laufenden Kredit bestellt ist, erklärte jüngst der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) anhand der Einschätzung der Kreditausfallversicherer. Demnach sieht es für das noch laufende Jahr 2020 relativ gut aus. Allerdings müsse sich die Branche im kommenden Jahr 2021 warm anziehen, denn dann werde der Ernst der Lage an die Oberfläche treten. Die Kreditversicherer werden bis Ende 2020 voraussichtlich Zahlungsausfälle im Bereich von 436 Millionen Euro ersetzen. Gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 1,5 Prozent. Die Schadenquote insgesamt wird sogar von 61 auf 49 Prozent sinken. Das Bild sei allerdings trügerisch, denn diese augenscheinliche Verbesserung der Kreditmarkt-Lage sei kein Resultat einer besseren Wirtschaft, sondern schlicht die von der Bundesregierung vorübergehend abgeschaffte Pflicht zur Insolvenzanmeldung. Diese Insolvenz-Amnestie läuft bis Ende 2020.

Das Ausmaß der kommenden Insolvenzanmeldungen ab Januar 2021 vermag die Branche der Kreditversicherer nicht zu beziffern, aber man könne davon ausgehen, dass bereits eine große Welle vor sich hergeschoben wird.

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