EU und Eurozone im 1. Quartal 2016 höher verschuldet

Banken- und Finanzkrise-


Die EU und die Eurozone waren zum Ende des ersten Quartals 2016 mit einer jeweiligen Schuldenquote von 84,8 Prozent bzw. 91,7 Prozent „relativ“ hoch verschuldet. Tendenz auf Jahressicht fallend.

Italiens Schuldenquote gibt Anlass für Alarm

EU-Werte
Griechenland, Italien, Portugal führen Schulden an

Ende März 2016 wiesen die Mitgliedsländer der Europäischen Union zusammen eine durchschnittliche Schuldenquote von 84,8 Prozent auf, wie Eurostat am Freitag meldete. Gegenüber dem Vorjahresstand ein Rückgang um -3,3 Prozentpunkte. Eine Abwärtsbewegung bei der Schuldenquote erreichten auch die Länder in der Eurozone. Am Ende des ersten Quartals 2016 lag der Wert bei 91,7 Prozent. Ein Jahr zuvor stand die Quote bei 93,0 Prozent.

Sofern der Blick auf die jährliche Entwicklung für beide Gruppen ein positives Bild abgibt, sieht das Ergebnis für die Eurozone im Bezug auf das Vorquartal wiederum gegenteilig aus. In der EU lag die durchschnittliche Schuldenquote Ende 2015 mit 85,3 Prozent noch etwas höher. In der Währungsgemeinschaft lag der Schuldenstand jedoch bei 90,7 Prozent. Die Euroländer haben ihre Position somit verschlechtert.

Ende März 2016 wiesen die Länder Griechenland (176,3%), Italien (135,4%) und Portugal (128,9%) die jeweils höchsten Schuldenquoten auf. Die niedrigsten Schulden im Bezug des Bruttoinlandsprodukts (BIP) hatten Estland (9,6%), Luxemburg (21,8%) und Bulgarien (30,3%).

Italiens Schuldenquote zeigt das sehr geringe Vermögen des Staatshaushaltes, die eigenen äußerst labilen Banken stützen zu können. Die Situation dürfte sich deshalb für Gläubiger, Anteilseigner und Sparer der betroffenen Geldhäuser noch zuspitzen.


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