EU-Parlament winkt Einführung Chip-Personalausweis durch

EU-Politik –


Das EU-Parlament hat die neue Richtlinie für einen EU-einheitlichen Chip-Personalausweis durchgewunken. Künftig werden die Mitgliedsländer Personalausweise mit gespeicherten Lichtbild und Fingerabdrücke ausgegeben.

Europaparlament

EU-Parlament winkt Chip-Personalausweis zu „unserer Sicherheit“ durch

„Chip auf Personalausweis verbessert Mobilität der EU-Einwohner“

Das EU-Parlament hat die Vorlage für eine EU-weite Regelung bezüglich der künftigen Personalausweise durchgewunken. Somit werden die Plastikkarten mit dem Lichtbild des Menschen und den aufgedruckten Personendaten innerhalb der EU auch mit einem kontaktlosen Chip versehen werden. Darauf gespeichert sind nach Angaben der EU-Kommission das Lichtbild in digitaler Form sowie die eingescannten Fingerabdrücke des Personalausweis-Besitzers. Die ersten Ausgaben dieser Chip-Personalausweise sollen bereits in zwei Jahren eingeleitet werden. Die noch im Umlauf befindlichen Personalausweise, welche noch nicht der neuen Norm entsprechen, müssen im Anschluss binnen sieben bis zehn Jahren aus dem Verkehr gezogen sein.

Mit diesem Schritt wolle die EU-Kommission innerhalb des gemeinsamen Wirtschaftsgebietes eine einheitliche Regelung für die Personalausweise der jeweiligen Mitgliedsländer durchsetzen. EU-Innenkommissar Dimitris Avramopoulos sieht in den einheitlichen Mindestsicherungsnormen eine Erleichterung bei der Erkennung von gefälschten Personalausweise. Außerdem hindere die neue Variante die Straftäter an einer Grenzüberschreitung mithilfe eines gefälschten Ausweises. Im gleichen Zuge schütze der neue Chip-Personalausweis „die Rechte und Freiheiten unserer Bürger und ihre Mobilität“, so der EU-Kommissar.

Die neuen verbesserten Sicherheitsmerkmale der Personalausweise werde den Bürgern innerhalb der EU ein reibungsloseres Reisen ermöglichen, so EU-Justizkommissarin Věra Jourová. Alle Schlupflöcher und Schwachstellen, die von Straftätern ausgenutzt werden könnten, würden beseitigt.

Mitgliedsländern bleibt Entscheidungsfreiheit

Die neuen Sicherheitsnormen für den Personalausweis sind gemäß EU-Vorgabe verbindlich zu erfüllen. Dennoch bleibe es bei der Entscheidung der Mitgliedsländer, ob diese den Personalausweis auf freiwilliger Basis, verpflichtend oder überhaupt ausgeben wollten. Die nationalen Gestaltungsmuster sowie die elektronischen Behördendienste können demnach beibehalten werden.

Die EU-Kommission geht von derzeit noch rund 80 Millionen EU-Einwohner aus, die einen nicht maschinenlesbaren Personalausweis ohne biometrische Merkmale besitzen. Mit der Einführung der neuen Chip-Personalausweise und Aufenthaltstitel werde u.a. das Ziel verfolgt, die Verwendung gefälschter Dokumente, „die auch von Terroristen und Straftätern zur Einreise aus Drittstaaten in die EU genutzt werden können, einzudämmen“.

Durchsichtig fadenscheinige Motive

Wie die Mobilität und Reisefreiheit aufgrund biometrischer Daten in einem Chip-Personalausweis verbessert werden könnten, ist nur sehr schwer nachvollziehbar. Die Überfahrt der Grenzen per Auto verläuft ohnehin schon in den meisten Fällen ohne jegliche Reibung.

Es dürfte sich außerdem schon weit herumgesprochen haben, dass das Nutzen von gefälschten Ausweisen für den Eintritt in die EU aus einem Drittstaat ohnehin kaum rentabel ist. Viel lukrativer und unkomplizierter ist dagegen der Grenzübertritt ohne irgendwelche Ausweisdokumente mit einem anschließenden Asylantrag.

Kosten & Leistungen Krankenzusatzversicherung berechnen

Jetzt den kostenlosen Vergleichsservice nutzen:

Krankenzusatzversicherung

  • Tarife der aktuellen Testsieger
  • Abrufbares Info-Blatt im .pdf-Format
  • Ausführlicher Leistungsvergleich
  • Kostenlose Tarifberechnung
  • Unverbindliche Angebotserstellung
  • Auf Wunsch individuelle Beratung

Versicherungsdaten, Personendaten eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Schreibe einen Kommentar

Wir benutzen Cookies für die Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.