EU-Kontrolleure unzufrieden – Athen muss faule Kredite managen

Griechenland-Krise-


Auf das bereitgestellte „Rettungsgeld“ kann Athen noch eine Weile warten. Die Kontrolleure der EU sind unzufrieden. Athen zeige sich nicht dazu bereit, die geforderten Maßnahmen zu den faulen Immobilien-Krediten zu akzeptieren.

Europaspiel

EU ist mit Athens Verhalten, die Bürger in Schutz zu nehmen, unzufrieden.

Es fehlt noch eine Regelung für die faulen Kredite

Das Gerangel um die nächste Tranche von 2 Milliarden Euro aus dem dritten „Rettungspaket“ geht weiter. Der ursprüngliche Auszahlungstermin im Oktober ist ohnehin schon verpasst.

Bei einem Abstecher in Athen forderte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici Athen dazu auf, die Reform- und Sparprogramme zügig umzusetzen. Eine Auszahlung der aktuell vorgesehenen Kredit-Tranche könne lt. RP-Online (Dienstag) noch nicht erfolgen, da alleine die Handhabe der faulen Kredite zwischen Athen und Brüssel noch nicht in Übereinstimmung gebracht sei.

Die sogenannten Geldgeber verlangen die volle Haftung der privaten Kreditnehmer, wenn diese ihre Raten nicht mehr bedienen können und Athen will die sozial schwach gestellten Bürger in Schutz nehmen und diese vor einer Beschlagnahme bewahren.

EU fordert Enteignung der griechischen Bürger

RP-Online titelte „Griechenland macht erneut Probleme“, kommt aber immerhin im letzten Absatz zum richtigen Schluss. „Die faulen Kredite haben in Griechenland inzwischen ein Gesamtvolumen von mehr als 100 Milliarden Euro erreicht und sind der Hauptgrund für die Schwierigkeiten der griechischen Banken“, so das fast beiläufig erscheinende Resümee der Zeitung.

Es dreht sich offenkundig um den Schutz der privaten Banken und deren teils „verantwortunglosen Kreditvergabe“. Immerhin kann den Geldhäusern zugesprochen werden, dass bei den älteren Krediten eine völlig andere wirtschaftliche Situation vorlag und die Kreditnehmer noch in Brot & Lohn standen.

Die Misere Griechenlands ist jedoch eindeutig dem privaten Bankensektor zuzuschreiben. Das Land und deren Regierung als unkooperativ und bockig hinzustellen, führt an der Realität meilenweit vorbei.

Die Banken haben es selbst verbockt und den griechischen Staat samt Mann und Maus in den Abgrund gezogen. Die „Rettungsprogramme“ der sogenannten Geldgeber lieferten den Rest. Ein Gros der griechischen Bürger steht ohne Erwerb auf der Straße, weiß nicht wie die Raten für Heim und Hof aufgebracht werden können. Brüssel verlangt deren Enteignung, damit die Erlöse den Banken zufließen können und diese wiederum schufen die Gelder der vergebenen Kredite aus dem Nichts.





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