EU-Kommissare reisen für 3,3 Millionen € jährlich auf Kosten der Steuerzahler

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Die EU-Kommissare reisen „standesgemäß“ und auch sehr häufig. Mehr als 3 Millionen Euro pro Jahr an Reisekosten deuten auf eine sehr eifrige Pflichterfüllung hin, die ausschließlich im Dienste der europäischen Steuerzahler steht. So war EU-Kommissionschef Barroso mit einer verursachten Kostennote von knapp 650.000 Euro im Jahr 2012 besonders fleißig unterwegs.

Flugkosten

Reisekosten durch EU-Kommission von weit mehr als 3 Millionen Euro pro Jahr zulasten der Steuerzahler

Die EU-Kommission regiert offenbar von der Luft in großen Höhen aus

Wer pro Jahr Flugreisekosten in Höhe von 649.336,72 Euro verursacht, sollte vom „Bauchgefühl“ heraus gar keine ausreichende Zeit für seine eigentlichen Aufgaben mehr haben. Es bliebe noch die Zeit im Flugzeug, aber dann könnte der Job auch im Heimat-Büro eigentlich viel besser erledigt werden.

Der vom Steuerzahler finanzierte EU-Kommissions-Chef Jose Manuel Barroso war im Jahr 2012 offensichtlich sehr häufig in der Luft. Seine Reisekosten beliefen sich auf etwas mehr als 649.000 Euro. Einsame Spitze, denn die zweithöchsten Reisekosten beliefen sich auf „nur“ 280.962,69 Euro, verursacht durch die vorsitzende EU-Diplomatin Catherine Ashton (Großbritannien). Knapp dahinter lag EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs mit einer Reisekosten-Note in Höhe von 202.406,94 Euro.

Im Jahr 2013 lief Ashton in der Reisekosten-Frage den Rang Barrosos ab, wie EU-Observer in Erfahrung brachte. Die EU-Chefdiplomatin „verflog“ 468.728,77 Euro und verdrängte den EU-Kommissionschef Barroso mit einem Aufwand von 262.058,89 Euro auf Platz Zwei. Piebalgs konnte im Jahr 2013 mit einer Rechnung von 235.343,42 Euro den dritten Platz halten.

Wirtschafts-Kommissar Olli Rehn war in den Jahren 2012 und 2013 ebenfalls sehr häufig in der Luft und verursachte Reisekosten von jeweils über 100.000,- Euro pro Jahr. Da erscheinen die im Jahr 2012 vom EU-Verkehrskommissar Siim Kallas beanspruchten 40.364,01 Euro geradezu als ein Schnäppchen.

Dennoch zeigt auch die gesamte EU-Kommission eine Fähigkeit für Steigerungen. Die Reisekosten beliefen sich im Jahr 2012 insgesamt auf 3.3 Millionen Euro und wurden im Jahr 2013 auf 3,4 Millionen Euro ausgebaut.

Die EU-Kommission nimmt Datenschutz genau und vermeidet Zusatzkosten

Die EU-Kommission zeigt sich um den Datenschutz sehr besorgt, wenn es um die eigene Sache geht. Eine genauere Anfrage nach Details zu den Reisekostenaufstellungen blieb aufgrund der „Datenschutz-Gebote“ unbeantwortet. Darüber hinaus würde die Offenlegung der genauen Angaben einen „unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand“ bedeuten. Es müssen mehr als 1.000 Kostenbelege jährlich ausgewertet und die persönlichen Daten geschwärzt werden.

„Fahrgemeinschaften sind offenbar nicht standesgemäß“

EU-Kommissionschef Barroso bevorzugt offenbar die absolute Ruhe auf seinen Reisen. Auf allen internationalen Gipfeltreffen im Ausland sind stets Barroso und EU-Rats-Chef Herman Van Rompuy gemeinsam vertreten, dennoch fliegt Barroso alleine. Das gilt auch für die Besuche der Heimat des Kommissionschefs. In den wöchentlichen Tagesordnungen der EU-Kommission für das Jahr 2012 sind auch lange Wochenende in Portugal aufgeführt. So wurde auch mal an einem Freitag eine Reise angetreten, um an der Katholischen Universität von Lissabon eine Rede zu halten.





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