EU importierte um 112% mehr Sojabohnen aus den USA

Handel –


Die aus den USA in die EU importierte Menge an Sojabohnen ist im Jahr 2018 sprunghaft angestiegen. Die Steigerung gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum betrug mehr als 110 Prozent.

Soja Ernte

USA und EU sind untereinander wichtigste Soja-Handelspartner

Vereinbarung zwischen Trump und Juncker trägt Früchte

Gemäß eines „Trump’schen unfairen Handels“ zwischen der EU und den USA träfe dies sichtlich nicht auf die Sparte Sojabohnen zu. In den Monaten Juli bis Dezember 2018 stieg die von der EU aus den USA importierte Menge an Sojabohnen im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr um 112 Prozent an, wie die EU-Kommission am Montag bekannt gab. Die USA als Lieferant nehmen inzwischen einen Anteil von 75 Prozent der in die EU eingeführten Sojabohnen ein.

Im Juli 2018 vereinbarten EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump in einer Gemeinsamen Erklärung, dass beide Wirtschaftsgebiete in mehreren Sparten und Erzeugnissen verstärkt Handel treiben werden. Darunter fällt auch die Abnahme von Sojabohnen.

Im gesamten Jahr 2018 lag der Anteil der aus den USA in die EU importierten Sojabohnen bei 50 Prozent, gefolgt von Brasilien mit 36 Prozent. Für die USA ist Europa mit einem Anteil von 28 Prozent der Hauptabnehmer der produzierten Sojabohnen. Argentinien folgt mit 10 Prozent bereits im großen Abstand.

Die EU-Kommission geht davon aus, den Import von Sojabohnen auszuweiten, da die Einleitung eines Verfahrens geplant ist, welches die Verwendung von US-Sojabohnen für Bio-Kraftstoffe zum Ziel hat.

Genmanipulierte Sojabohnen und Monsanto reichen sich die Hand

Verständlich, dass sich die EU-Kommission den Hinweis verkneift, dass es sich überwiegend um gentechnisch veränderte Sojabohnen handelt. Lediglich rund 6 Prozent der in den USA produzierten Sojabohnen sind nicht gentechnisch verändert, wobei Brasilien und Argentinien kaum eine bessere Figur abgeben. Im Gegenteil. Der Anteil der gentechnisch veränderten Sojabohnen liegt in Argentinien bei nahezu 100 Prozent.

In erster Linie hat die Anpassung der Soja-DNA das Ziel, gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent zu sein und hier spielt vor allem das Gift Glyphosat aus dem Hause Monsanto (Bayer) eine große Rolle.


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