eToro sieht in Indien den Goldenen Boden der BRIC-Staaten

Weltkonjunktur-

Einst als die größte Konkurrenz der „Großen Acht“ angesehen und letztendlich zu einer großen Hoffnung für Anleger und Investoren entwickelt. Die enormen Wachsttumsschübe der BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China versprachen einen „Goldenen Boden“ für die globalen Märkte.

Lior Alkalay, Senior Analyst des weltgrößten Social Trading Netzwerkes eToro, hat sich dem Thema BRIC-Länder gewidmet und die neue Position Indiens unter die Lupe genommen.

Indien bleibt von globaler Wirtschaftskrise nicht verschont
Wirtschaftswachstum
In Indien schlummert riesiges Potenzial

Resignierendes Wachstum in China ist bereits Anlass genug, um den Investoren die Sorgenfalten in die Stirn zu treiben. Chinas Regierung steuerte bereits den Entwicklungen entgegen und konnte in den Märkten für eine Beruhigung sorgen.

Inzwischen zählt auch Indien zu den sich entwickelnden Wirtschaftsländern, deren Wachstum deutlich zurück gegangen ist. Investoreren zweifeln bereits daran, Indien überhaupt noch als Wachstumsmarkt bezeichnen zu können.

Im ersten Quartal 2011 erzielte Indien ein Wachstum von 9,2% gegenüber Q1 2010. Dagegen erzielte das Land in den ersten drei Monaten in 2012 nur noch ein Plus von 5,3% Wirtschaftswachstum. Das schwächste Ergebnis seit knapp 10 Jahren, sogar im sog. Finanzkrisen-Jahr 2008 wurden bessere Zahlen erreicht.

Auf Indien lastet Druck aus verschiedenen Richtungen
Indiens Zentralbank (RBI) hat mit dem Problem zu kämpfen, einerseits dem zurückgehendem Wachstum mit geeigneten Mitteln entgegen zu treten und zusätzlich gegen die ansteigende Inflation einen Ausweg zu finden.

Bereits im April senkte die RBI den Referenz-Zinssatz um 50 Basispunkte und wurde bei dem Stand von 8% über den Monat Mai beibehalten. Gegen weitere Zinssenkungen sprechen die sich beschleunigte Inflation sowie die bereits erheblich abgewertete Landeswährung Rupie. Obwohl sich die bisherige Inflation ungebremst weiter entwickelt, wurde am Zinssatz keine Veränderungen vorgenommen.

Weitere Herausforderungen bereits voll im Gange
Für das laufende Jahr 2012 wird Indiens Leistungsbilanzdefizit auf rund 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Summer steht im Verhältnis von mehr als 20% des BIP. Beide Faktoren schlugen sich durch erhebliche Abwertungen auf die Rupie nieder.

Inzwischen bewegt sich die Währung im Verhältnis von 57:1 zum US-Dollar. Im Zeitraum der letzten 8 Jahre wurde die Rupie um ca. 20% abgewertet. Für weitere notwendige Zinssenkung zur Wirtschaftsankurbelung sind der indischen Zentralbank durch die inflationären Entwicklungen die Hände gebunden.

Die Investoren bei Laune halten
Neu eingebrachtes Kapital durch ausländische Investoren gehört zu den wichtigsten Zielsetzungen Indiens. Um dies zu erreichen, werden über den politischen Weg Lockerungen vorgenommen, um die Ansiedelung ausländischer Unternehmen zu erleichtern. Ausländische Fonds sollen sich zusätzlich mit höheren Anteilen an Unternehmen beteiligen können. Eine weitere Maßnahme ist die Schaffung von Einlagengarantien für ausländische Investments in die Banken Indiens.

Indien ragt über alle weiteren Mitgliedsländer der BRIC hinaus
Trotz der Defizite und dem rückgängigen Wirtschaftswachstum konnte sich Indien gegenüber der weiteren BRIC-Ländern gut behaupten. Brasilien erreichte im gleichen Zeitraum ein Zuwachs von lediglich 0,8%.

Das Potenzial Indiens ist ungebrochen sehr hoch. Mehr als 70% der indischen Bevölkerung sind im landwirtschaftlichen Bereich angesiedelt und gelten als bäuerlich. Die Entwicklung Indiens zum Städtebau befindet sich im Gegensatz zu China und Brasilien erst im Anfangszustand. Durch einen gestarteten Urbanisierungsprozess im Subkontinent, werden die enormen Wirtschaftspotenziale richtig zum Tragen kommen.

Das Potenzial steckt im Potenzial
Indiens Wachstumspotenzial wird durch die Kombination aus gestarteter Urbanisierung und bereits vorhandene Technologien erst gebildet werden. Unter den BRIC-Ländern wird sich Indien als der „goldene BRIC-Staat“ hervortun.

Hintergrundinfos zu den BRIC-Staaten
BRIC steht als Abkürzung der vier Länder Brasilien, Russland, Indien und China. Zusammen steckt in der Wirtschaft der BRIC-Länder ein enorm starkes Wachstumspotenzial, das den der G8 angehörigen Wirtschaftsmächten eine starke Konkurrenz darstellt. Erfinder des Kunstwortes war übrigens die heute nicht ganz unumstrittene Goldman Sachs Bank.

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Bild: Peter Kirchhoff / pixelio.de

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