ESM steht als Kreditgeber Griechenlands in der Diskussion

Griechenlandkrise-


In der finanziellen Not Griechenlands kursiert nun die Idee, den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) als Kreditgeber einzusetzen, nachdem die Privatinvestoren die hohen Risiken der griechischen Anleihen scheuen. Staatspapiere im Umfang von 27,2 Mrd. Euro könnten von der Europäischen Zentralbank den Händen des ESM übergeben werden. Das Risiko für die Steuerzahler erhält mit dem Wechsel von möglichen „Gewinnverlusten“ zu „Beteiligung“ lediglich einen anderen Charakter.

Euroschirm

Die messerscharf definierten Aufgaben von EZB und ESM mutieren zum Einheitsbrei

Der ESM als Geldgeber für die Übernahme der griechischen Risiken

Nachdem Athen offenbar sämtliche Gelder der öffentlichen Hand für den Schuldendienst zusammenkratzte und die Umstrukturierung der Finanzpolitik bezüglich nachträglicher Besteuerung der Oligarchie mit Erfolg vermieden wurde, sind die Liquiditätsfühler inzwischen wieder über die Landesgrenzen hinaus gestreckt.

Dem Austrocknen des griechischen Bankensektors über die vergangenen Monate sah man tatenlos zu. Die Bankeinlagen zogen ungehindert ab und offenbar sind die Schäfchen der Groß-Investoren nun ins Trockene gebracht, denn die Europäische Zentralbank (EZB) als vermeintlicher Garant für geöltes Kapital zieht sich allmählich zurück. Die Notkredite (ELA) für die Stützung der griechischen Kreditinstitute sollen gekappt werden. Griechische Staatsanleihen sind als Garantien bereits verpönt, obwohl die EZB diese Papieren in einem reichlichen Volumen besitzt.

Im Sommer 2015 stehen für Athen insg. 6,7 Milliarden Euro Tilgung auf dem Plan und es gilt als sehr unwahrscheinlich, dass Griechenland die Raten in den Monaten Juli und August bewerkstelligen kann.

„Not macht erfinderisch“ und die nächste Idee liegt als konkreter Vorschlag bereits auf dem Tisch. Die EZB könne die gehaltenen griechischen Staatsanleihen in einem Umfang von 27,2 Milliarden Euro einfach dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) verkaufen. Da es für Griechenland nicht möglich sei, die Anleihen zu diesem Zeitpunkt zurück zu erwerben und die Privatinvestoren aufgrund der Risiken nicht das geringste Interesse zeigen, sei auf lange Sicht der ESM als Käufer die einzige Lösung, wie Kathimerini berichtete. Unterm Strich nähme Athen einen Kredit im Rahmen von 27,2 Mrd. Euro vom ESM statt von der EZB auf. Das Rückzahlungsziel könnte „nach Ermessen“ in die Zukunft verlegt werden.

Deutschlands Steuerzahler würden mit der Übernahme der griechischen Staatsanleihen durch den ESM mit knapp 7,5 Mrd. in die Verantwortung genommen.





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