ESM-Chef Regling sieht Griechenland auf gutem Weg

Griechenlandkrise-


Nach dem wiederholten Aufflammen der Frage, ob Griechenland in der Eurozone verbleiben könne, werden auch die „Stimmen der guten Stimmung“ laut. ESM-Chef Klaus Regling sieht Athen auf einem (fiktiv) gutem Weg.

3,5% Überschuss im Jahr 2018 – Zielmarke ohne Anfahrtsweg

Kostenfalle
ESM und IWF üben sich wieder in Kosmetik

Der erst für fünf weitere Jahre wiedergewählte Chef des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) Klaus Regling gibt sich zuversichtlich, dass Griechenland keine weiteren Gelder über neue Kreditprogramme brauchen werde. Sollten die kommenden 18 Monate gut genutzt werden, „bin ich zuversichtlich, dass dies das letzte Programm ist, das Griechenland machen muss“, so Regling zur Süddeutschen Zeitung (SZ) (Mittwochsausgabe).

ESM-Chef Regling geht davon aus, dass Griechenland ab Mitte 2018 auf die Beine komme und sich an den Finanzmärkten selbstständig mit Geld versorgen könne.

Das Defizit des griechischen Haushaltes betrug zu Beginn der Krise 15,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Inzwischen liege es bei einem Prozent. Im Jahr 2018 soll Griechenland einen primären Überschuss von 3,5 Prozent erreichen, also vor Abzug der Beträge für die Kreditrückzahlung.

Mit dieser Marke handelt es sich um eine fiktive Zielvorgabe, bzw. um einen „Wunsch“. Wie dieser Primärüberschuss überhaupt erreicht werden soll, darüber sind sich ESM und der Internationale Währungsfonds (IWF) noch gar nicht einig. Der ESM überwies an Griechenland von den bereitgestellten gut 80 Milliarden Euro aus dem dritten Kreditprogramm bereits etwas mehr als 30 Milliarden Euro und stockte damit die rechnerisch ignorierte Schuldenlast weiter auf.


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