Es wird wieder an der Uhr gedreht – Das letzte Mal?

Zeitumstellung-


An diesem Wochenende wird wieder einmal an der Uhr gedreht. In der Nacht zum Sonntag darf der Stundenzeiger eine Extra-Runde drehen. Es geht zurück. Zum letzten Mal oder vorletzten Mal?

Zeitversatz

Am Sonntag gilt wieder die Winterzeit – 1 Std. zurück

Ist der Stopp Zeitumstellung zu große Herausforderung?

Die Uhr wird in der Nacht am Sonntag, den 28. Oktober 2018 wieder einmal umgestellt. Und zwar um 3 Uhr in der Früh um eine 1 Stunde zurück. Es ist dann wieder „Winterzeit“, besser gesagt die normale Zeit. Eine Stunde länger schlafen, zumindest für alle, die tatsächlich nach der Uhr aufstehen.

Eigentlich könnte bzw. sollte diese Zeitumstellung das vorletzte Mal nerven. Gemäß der Parole des EU-Kommissionspräsidenten Juncker: „Die Menschen wollen das, wir machen das“, müsste die EU nur noch in die Puschen kommen. Immerhin verlautete es aus Brüssel, dass die Winter-, Sommerzeitumstellung bis März 2019 Geschichte sein solle. „Millionen haben geantwortet und sind der Auffassung, dass es so sein sollte, dass die Sommerzeit in Zukunft für alle Zeit gilt. So wird das auch kommen“, trällerte der EU-Kommissionspräsident. Dann bliebe nur noch eine finale Umstellung auf Sommerzeit, also eine Stunde vor, und dann bleibt dies auch so „für alle Zeit“.

Nun bleibt es allerdings jedem EU-Mitgliedsland selbst überlassen, welche Zeit im Inland gelten soll. So könnte es durchaus sein, dass im Bundesgebiet gerade 12 Uhr Mittag ist, bei der Grenzübertretung nach Österreich ist es 11 Uhr vormittags und nach Überquerung des Brenner findet man sich in Italien wieder um eine Stunde später wieder.

Die Deutschen wollen lt. einer Umfrage von Focus mit einer knappen Mehrheit (51 %) dauerhaft die Sommerzeit. Also die „unechte“, um eine Stunde vorgeschobene Zeit.

Ob die Zeitumstellung ab dem Frühjahr 2019 überhautp EU-weit abgeschafft ist, kann immer klarer zwischen den Sternen abgelesen werden. Es zieht sich. Entscheidungen blieben bisher aus, der Wille scheint auch noch zu fehlen.

Große Töne für überfordernde Kleinigkeit

Doch das angekündigte Einfrieren der Zeitumstellung, samt dem Pauken und Trompeten aus Brüssel dient als exemplarisches Beispiel für das (nicht-) Funktionieren des Verwaltungsmonsters EU. Selbst derart (vermeintlich) einfache Dinge, die zweimal pro Jahr praktizierte Zeitumstellung einfach bleiben zu lassen, scheint für die „Einig-EU“ eine zu große Herausforderung zu sein. Womöglich liegt das daran, dass sich hierfür keine Lobby für eine fein säuberlich ausgearbeitete Gesetzesvorlage finden lässt.

„Die Menschen wollen dass, wir machen das.“ Fiel dieses oder ein ähnliches Bekenntnis auch bei der Einverleibung der EU-Einwohner als Bürgen für den ESM – oder eher trivial – Glühbirnenverbot?


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