Erzeugerpreise Dienstleistungen im 1. Quartal 2023 durchwachsen

Konjunktur –


Die durchschnittlichen Erzeugerpreise im Dienstleistungssektor sind im ersten Quartal 2023 im Jahresvergleich um 0,8 Prozent gesunken. Dies ist allerdings nur einer einzigen Sparte geschuldet. In diesem Bereich sind die Aufträge förmlich weggebrochen. In sämtlichen anderen Dienstleistungssparten gingen die Preise weiter hoch.

Energiekosten allgegenwärtiger Preistreiber

Konjunkturschwankungen

  Erzeugerpreise bis auf in 1 Sparte allesamt gestiegen

Im ersten Quartal 2023 lagen in der Sparte der Dienstleistungen die Erzeugerpreise um 0,8 Prozent niedriger als im ersten Quartal 2022. Gegenüber dem Vorquartal kosteten die Dienstleistungen um 0,6 Prozent weniger. Der Rückgang der Erzeugerpreise in diesem Dienstleistungssektor ist gemäß Statistischem Bundesamt (Destatis) ausschließlich auf die Preisentwicklungen im Bereich Verkehr und Lagerei zurückzuführen. Die Preise in der See- und Luftfracht sind wegen eingebrochener Frachtraten deutlich gefallen. Diese Entwicklung in der Sparte Verkehr und Lagerei zeigt sich u.a. an der hohen Quote der Insolvenzanmeldungen. Die Luft in diesem Gewerbesektor ist bereits entwichen.

In anderen Dienstleistungsbereichen sind seit Beginn 2023 die Erzeugerpreise deutlich in die Höhe gegangen. Geschuldet sei dies vor allem den gestiegenen Energie- und Personalkosten. Ähnliche Entwicklungen gab es auch im Bereich der Landwirtschaftlichen Produkte.

Extreme Flaute in Verkehr und Lagerei

Im Durchschnitt fielen die Preise in der Sparte Verkehr und Lagerei im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorjahres-Quartal um -7,9 Prozent. Die Preise in der Untergruppe See- und Küstenschifffahrt krachten um -47,3 Prozent ein. Der Rückgang gegenüber dem Vorquartal betrug -21,2 Prozent. Während den mit der Pandemie begründeten Maßnahmen schossen die Preie in dieser Sparte jedoch in die Höhe und hatten zeitweise neue Rekordmarken gesetzt. Nun führte eine deutliche Abkühlung der Konjunktur zu einem deutlichen Rückgang bei den Frachtraten. Ähnlich, aber in einem deutlich geringeren Umfang entwickelten sich die Frachtraten und Preise in der Luftfracht. Hier gingen die Preise um -0,2 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2022 zurück.

Deutliche Preiserhöhung auf Straße und Schiene

Die Erzeugerpreise bei den Dienstleistern im Straßen- und Schienenverkehr gingen im gleichen Zeitraum jedoch deutlich in die Höhe. Die Erzeugerpreise in der Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr gingen um 20,1 Prozent und im Straßenverkehr um 12,2 Prozent hoch. Auch hier spielt lt. Destatis der hohe Energiepreis eine wesentliche Rolle. Die Personalkosten im Straßenverkehr stiegen insbesondere auch durch den Mangel an Fahrern.

Preisanstiege in Informations-Sparte

Die Preisveränderungen in der Sparte Information und Kommunikation gingen im ersten Quartal 2023 gegenüber dem gleichen Vorjahrs-Quartal um 1,9 Prozent nach oben. Gründe seien hierfür gestiegene Personalkosten und auch gestiegene Energiepreise.

Gestiegene Erzeugerpreise in weiteren Sparten

Die weiteren Dienstleistungsbereiche wiesen im ersten Quartal 2023 allesamt Anstiege bei den Erzeugerpreisen auf. Dieser lag im Bereich freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen bei 4,9 Prozent, im Bereich technische, physikalische und chemische Untersuchungen 6,2 Prozent und in der Sparte Verwaltungs- und Unterstützungsleistungen 7,5 Prozent.

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