Erste Hilfstranche für Zypern steht kurz vor Überweisung

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Zypern wird voraussichtlich kurzfristig eine erste Hilfstranche in Höhe von 3 Milliarden Euro aus dem zugesprochenem Rettungspaket ESM und IWF erhalten. Die EU-Kommission hält die Bedingungen als erfüllt.

Hilfszahlung muss noch vom ESM genehmigt werden

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Zypern kann auf die ersten 3 Mrd. hoffen

Aus dem Gesamtpaket in Höhe von 10 Milliarden Euro kann Zypern offenbar mit der ersten Tranche in Höhe von 3 Milliarden Euro rechnen. Die Auflagen für die ersten Hilfszahlen seien aus der Sicht der EU-Kommission erfüllt worden. Letztendlich müsse noch am kommenden Mittwoch beim Euro-Rettungsfonds ESM darüber entschieden werden, ob die Überweisung nach Nikosia durchgeführt werden solle.

Die Bundesregierung würde der Auszahlung lt. Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) (Montag) zustimmen.

Nachdem die zyprische Regierung offenbar kaum Anstrengungen scheute, das notwendige Kapital aufzubringen bzw. die geforderten Sparmaßnahmen durchzusetzen, scheint für die EU-Kommission das vorgezeigte Ergebnis als ausreichend zu erscheinen, um die Zusage für die erste Hilfszahlung geben zu können. Neben dem „tiefen Griff“ in die Konten der Sparer und Anleger bei den zyprischen Banken, wurden von der Regierung u.a. Versicherer und auch Wohltätigkeitsorganisationen genauer unter die Lupe genommen, um nach „verfügbaren Kapital“ Ausschau zu halten. Ende April setzte die Bank of Cyprus die Forderungen Brüssels um, das konfiszierte Sparguthaben der Kontobesitzer in Bankenanteile umzuwandeln.

Weitere Finanzierungslücken wurden u.a. durch die Anhebungen der Körperschaftssteuer auf 12,5% sowie die Zinsertragssteuer auf 30% geschlossen. Russland soll lt. NOZ ein Entgegenkommen für den noch laufenden Altkredit gezeigt und die Rückzahlungskonditionen gelockert haben. Demnach wurde der Zinssatz um -2 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent abgesenkt und gleichzeitig der Fälligkeitstermin um 2 Jahre bis 2018 verschoben.

Die derzeitigen und voraussichtlichen Eckpunkte zu Zyperns Wirtschaft

Am Freitag veröffentlichte die EU-Kommission den Wirtschaftsbericht zu Zypern. Demnach schrumpfte Zyperns Wirtschaft bereits 2012 um 2,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Seit Monaten steckt Zyperns Wirtschaft in einer tiefen Krise und bis Ende 2013 wird ein weiterer Rückgang um 8,7 Prozent des BIP erwartet. 2014 wird die Wirtschaft voraussichtlich um weitere -3,9 Prozent schrumpfen.

Noch in diesem Jahr wird ein Absinken der Beschäftigten um -6,6 Prozent prognostiziert. Ein weiterer Abbau der Erwerbstätigen um -3,1 Prozent wird für 2014 erwartet. Das entspräche Ende 2014 einer Arbeitslosenquote in Höhe von 16,9 Prozent.

Die Staatsschuldenquote betrug 2012 85,8 Prozent des BIP und wird im Laufe des Jahres 109,5 Prozent und gegen Ende 2014 124 Prozent betragen.

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