Erneuter Rekord Leistungsbilanzüberschuss 2019

Konjunktur –


Trotz der wirtschaftlichen Flaute wird die deutsche Wirtschaft 2019 voraussichtlich erneut einen neuen Rekord beim Leistungsbilanzüberschuss aufstellen. Der Verzicht der Konsumenten und Arbeitnehmer im Bundesgebiet hat sich somit ausgeweitet.

Export Industrie

Die Export-Wut und der (Zwangs-)Verzicht der Konsumenten weiten sich aus

Deutscher Leistungsbilanzüberschuss 2019 an einsamer Spitze

Gemessen am erzielten Leistungsbilanzüberschuss kann es der deutschen Wirtschaft eigentlich gar nicht so schlecht gehen. Bereits im letzten Quartal 2018 zeichnete die Konjunktur eine klare Abwärtskurve, die sich bis zu Beginn des dritten Quartals 2019 fortsetzte. Dennoch markierte das Export-Plus im vergangenen Jahr gegenüber den Importen einen Rekordwert. In diesem Jahr wird beim Leistungsbilanzüberschuss voraussichtlich ein neuer Spitzenwert markiert werden und dies trotz den „jammervollen“ Rufen aus den Reihen der Exportunternehmen sowie deren Interessenvertretern und -vereinigungen. Das Münchener ifo Institut geht von einem Überschuss in Höhe von rund 276 Milliarden Dollar aus. Das im Rahmen des Wirtschaftskrieges ständig in den Schlagzeilen stehende China dürfte demnach einen Überschuss von 182 Milliarden Dollar erzielen und damit positioniert sich das Exportland auf Platz Drei. Den zweiten Rang wird mit 188 Milliarden US-Dollar Japan einnehmen.

Situation der Konsumenten wird völlig ignoriert

Um 276 Milliarden an Waren und Dienstleistungen mehr exportiert als importiert. Eine enorme Spanne und alles andere als ein Grund für berechtigten Jubel. Der seit Jahrzehnten erzielte Leistungsbilanzüberschuss spiegelt sich u.a. im sog. Auslandsvermögen wider und entspricht nichts anderem als die Schulden der abnehmenden Länder. Ende 2015 erreichte das Volumen des Auslandsvermögens rund 7,9 Billionen Euro, zumindest auf dem Papier. Zwar werden die enormen deutschen Handelsbilanzüberschüsse seitens EU und Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgrund der entstehenden internationalen Schieflage immer wieder angeprangert, aber dies betrifft innerhalb der Handelsbeziehungen nur die globalen Effekte, ignoriert aber die Situation der Arbeitnehmer und Bundesbewohner bzw. Konsumenten. Politischer Populismus in Form der vermeintlichen Notwendigkeit des „Gürtel enger schnallens“ kann im Bezug auf die Überschüsse nur als Zynismus verstanden werden. Denn der Verzicht auf Konsum ist eigentlich nicht notwendig, aber erwünscht und aufgrund des sich ausbreitenden („Europas erfolgreichsten“) Niedriglohnsektors und der Altersarmut auch gefördert. Der Überschuss entspricht im Jahr 2019 voraussichtlich 7,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dieses Verhältnis ist nun seit Jahren in einer Abwärtsbewegung, was bei gleichzeitigem Anstieg des Überschusses automatisch auf eine entsprechend angestiegene Wirtschaftsleistung hinweist.

Arbeitnehmer leben weit unter ihre Verhältnisse

Unterm Strich bedeutet der Überschuss eine Schaffung von 276 Milliarden Euro Mehrwert bei gleichzeitigem Verzicht auf einen fairen Ausgleich, sprich Lohn. Gesamtwirtschaftlich lebt der Bundesbewohner weit unter seine Verhältnisse und nicht umgekehrt. Das krasse Gegenteil bildet die US-Wirtschaft ab. Ein Land mit seit Jahren chronischem Handelsdefizit, welches mehr Güter, Waren und Dienstleistungen verbraucht bzw. erwirbt als es selbst herstellt. Verrechnet werden die Importe mit dem ungedeckten Zahlungsmittel Dollar.

Kapitalexport ist gleich Wertverlust

Der auch als „Kapitalexport“ beschriebene Leistungsbilanzüberschuss unterliegt daher der Anrechnung in Dollar, eine Währung, die seit Jahren kontinuierlich an Wert verliert. Das IMK berechnete daher einen automatischen Verlust im Umfang von rund 20 Prozent für die bisher erzielten „Außenvermögen“. Die größten Profiteure der deutschen Leistungsbilanzüberschüsse lassen sich klar an den Ergebnissen im Jahr 2015 ablesen.

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