Erneute Geldbuße für Autozulieferer wegen Kartellbildung

EU –


Die EU-Kommission verhängte gegen zwei von drei Autozulieferanten eine Geldbuße aufgrund der Bildung eines Kartells.

Airbag

Autoteile-Hersteller missbrauchten ihre Marktpositionen zum eigenen Vorteil

Für Takata kam die Kronzeugenregelung zur Anwendung

Aufgrund des Verstoßes gegen die Kartellvorschriften verhängte die EU-Kommission gegen zwei Autozulieferer eine Geldbuße in Höhe von insgesamt 368 Millionen Euro. Betroffen sind der schwedisch-amerikanische Hersteller Autoliv mit Sitz in Stockholm, in die ZF Friedrichshafen AG eingegliederte TRW Automotive und der japanische Hersteller Takata. Letzterem wurde die Geldbuße erlassen, da dieser im Kartellverfahren als Kronzeuge auftrat und die Kommission zuvor von einer Kartellbildung in Kenntnis setzte. Sämtliche Unternehmen stellen für die Autoindustrie Produkte für den Insassenschutz sowie Lenkradsysteme her. Zu den Produktkategorien zählen u.a. Airbags, Steuerräder und Sicherheitsgurte für die Automobilhersteller BMW und Volkswagen. Alle drei beschuldigten Autozulieferer gaben die Beteiligung an einem Kartell zu.

Alle drei Hersteller trafen demnach zur Steigerung ihrer jeweiligen Gewinne untereinander Absprachen. Dieses Vorgehen schadete nicht nur der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie, sondern auch den europäischen Konsumenten, so EU-Kommissarin Margrethe Vestager.

Autoliv, TRW und Takata tauschten untereinander vertrauliche Geschäftsinformationen aus und sprachen sich bei der Koordination ihrer Lieferungen an BMW und Volkswagen ab. Derlei Absprachen erfolgten lt. EU-Kommission in den Geschäftsräumen der Unternehmen sowie in Hotels und Restaurants, E-Mails und Telefonaten.

Die Kommission geht von einem erheblichen Einfluss auf den europäischen Markt aus, da ca. 30 Prozent sämtlicher in Europa verkauften Autos von BMW und VW stammen.

Den Herstellern Autoliv und TRW wurde ein Teil der ursprünglich angesetzten Geldbuße erlassen, da sie bei der Aufklärung des Falls Unterstützung leisteten. Takata wurde die Geldbuße von ursprünglich 195 Millionen Euro vollständig erlassen, da bei diesem Unternehmen die Kronzeugenregelung greift.

Autoliv wies im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 10,4 Milliarden US-Dollar vor. ZF TRW setzte im Jahr 2013 17,4 Milliarden US-Dollar um. Takata hatte zuletzt einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden US-Dollar. Allerdings schlitterte Takata im Jahr 2017 nach einigen Rückrufaktionen in die Insolvenz und ist heute ein Teil von Joyson Safety Systems.




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