Energiepreise waren 2011 die größten Preistreiber für die Endkunden

Energiepreissteigerungen – Strom und Gas-


Die politische „Energiewende“ 2011 konnte eine wiederholt drastische Steigerung der Strom- und Gaspreise nicht vermeiden. Das war nicht erwartet und schon gar nicht gewollt. Thema „Energiewende“ ist der Ausstieg aus der Atomenergie. Privathaushalte dürfen durch kräftige Preissteigerungen tiefer in die Tasche greifen und die Industrie bekagt sich über sinkende Qualität der Energieversorgung.

Man kann verschiedener Meinung darüber sein, ob das Unglück in Fukushima der Anlass oder letztendlich der „letzte Katalysator“ für den geplanten Atomausstieg gewesen ist.

Wie in den meisten Fällen, darf der Endkunde für die Kosten gerade stehen. Der Verbraucher ärgert sich über gestiegene Strom- und Gaskosten und das Finanzministerium ärgert sich über die zersörte Vision eines „stabilen Euros mit geringer Inflationsrate“.

Ein Entfernen der Energiekosten-Anteile zur Bestimmung der Inflationsrate wäre dann doch zu auffällig. Letztendlich braucht der Endkunde nur die Strom- und Gasrechnungen der letzten Jahre gegenüber zu legen.

Mineralölpreise, Strom- und Gaspreise zogen 2011 kräftig an

Das Statistische Bundesamt hat für 2011 eine vorläufige Hochrechnung der Preissteigerungen veröffentlicht. Zudem werden die Verbraucherpreise 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3% steigen. Dazu sind die Verbraucherpreise im Dezember zum November um 0,7% gestiegen.

Gegenüber Dezember 2010 verteuerten sich die Preise im Dezember 2011 um 2,1%. Die endgültigen Berechnungen für den Jahresdurchschnitt 2011 will das Statistische Bundesamt am 12.01.12 bekannt geben.

Stromkosten
Strom und Gas höchste Preistreiber
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Der größte Preistreiber ist bereits in der vorläufigen Hochrechnung identifziert. Wieder sorgten Energiepreise wie Strom, Gas, Heizöl, für den größten Anteil der Preissteigerungen im Jahresdurchschnitt. An der Spitze bewegen die Mineralölpreise und deren Erzeugnisse wie Fahrzeugkraftstoffe.

Darauf folgen die Steigerungen bei den Gaspreisen und Stromkosten. Die ermittelten Preissteigerungen beziehen sich ausschliesslich auf das Jahr 2011, die bereits angekündigten Preisanhebungen für Strom und Heizgas fließen erst in die Statistik Ende 2012 mit ein.
Die Endkunden sitzen als Verbraucher am Schluss des Produktionsweges. Das gilt ebenso für angehobene Preise, bzw. neu eingeführte Energie-Abgaben. Erhöhte Entgelte werden vom Energieerzeuger bis zum Endverbraucher durchgereicht.

Gebühren, Leistungen und die aufgeschlagene Steuer finden mit dem Verbraucher ihren „Zahlmeister“. Preissteigerungen im Energiesektor betreffen das Gewerbe ebenfalls. Hier werden die erhöhten Kosten in der Regel auf die Preise der Erzeugnisse aufgeschlagen, die im Endeffekt ebenfalls der Verbraucher zu tragen hat.

Den Privathaushalten bleibt eigentlich keine Möglichkeit, den direkten und indirekten Preissteigerungen auszuweichen.

Strom- und Gaslieferanten können zwar angehobenen Abgabenpreise ebenfalls nicht vermeiden, sind aber durchaus in der Lage, unterschiedliche Endkundenpreise anzubieten. Der Handel mit Strom und Gas kann beinahe mit dem Börsenhandel verglichen werden.

Wenn Energielieferanten zu günstigen Preisen einkauften, kann der relativ günstig erworbene Bestand selbst in Hochpreis-Zeiten zu besseren Konditionen als von so manchem Mitbewerber weiter gegeben werden. Ein Vergleich der Strom- und Gasanbieter kann sich für den Haushalt durchaus rentieren.

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