Einkommenskluft geht weiter auseinander

Ausbeutung –


Die Einkommensunterschiede im Bundesgebiet sind in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Der Gini-Koeffizient markiert einen neuen Höchstwert.

Armut trotz Rente

Immer mehr Produktiven bleibt zugunten weniger Nutznießer immer weniger in der Tasche

Kluft zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander

Sollten die Studien, welche die Verringerung der Einkommensunterschiede feststellen wollten, jemals zugetroffen haben, dann waren deren Ergebnisse zumindest nur von kurzer Gültigkeit. IW Köln attestierte zum Thema Einkommensverhältnisse einst eine abweichende „gefühlte Wirklichkeit„. Eine „neue“ Erkenntnis zeigt die nun noch nie dagewesen große Kluft zwischen den Gering- und Großverdienern im Bundesgebiet.

Der sog. Gini-Koeffizient hat lt. dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung einen neuen Rekordwert aufgestellt. Eine glatte 0 des Gini-Koeffizienten würde ein (theoretisch) völlig ausgeglichenes Einkommens- bzw. Vermögensverhältnis beschreiben. Alle verdienten gleich viel. Mit der 1 besäße einer alles und der Rest nichts. Der aktuell ermittelte Gini-Koeffizient wies im Jahr 2016 einen Wert von 0,297 auf. Damit lag die Ungleichheit um zwei Prozent höher als im Jahr 2005. Bezieht man als Vergleich den Stand kurz vor 2000 ein, so lag die Ungleichheit beim Einkommen Ende 2016 sogar um 19 Prozent höher.

Arbeitnehmern wird Wirtschaftszuwachs vorenthalten

Markant ist die Diskrepanz zwischen dem in den Jahren hinterlegten Wirtschaftswachstum und der dennoch angestiegenen Ungleichheit. Immer mehr Menschen leisteten Wertschöpfung, bzw. steigerten ihre Effektivität, aber die eingefahrenen Gewinne konzentrierten sich auf lediglich auf eine relativ geringe Anzahl „Privilegierter“. Maßgeblich sei lt. Studie die Ungleichheit aufgrund der hohen Unternehmens- und Kapitaleinkommen angestiegen. Im gleichen Zeitraum fielen die 40 Prozent der Haushalte mit den geringsten Einkommen weiter zurück.

Schuld an der größer werdenden Kluft habe auch der inzwischen stark zugenommene Niedriglohnsektor. Dieser begünstigte die fortgesetzte Polarisierung im Bundesgebiet. Profiteure waren dagegen die Arbeitnehmer mit einer regulären Beschäftigung. Diese hatten selbst nach Inflationsbereinigung deutlich mehr Einkommen zur Verfügung.

Das WSI empfiehlt als Gegenmaßnahme die Anhebung des Mindestlohns, eine stärkere Tarifbindung und eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen. Umfangreiche Erbschaften müssten ebenfalls mit höheren Steuern behaftet sein.

Vermögensaufteilung klafft ebenfalls auseinander

Mit der Entwicklung der Einkommensungleichheit wird naturgemäß auch die ungleiche Vermögensverteilung gefördert. Inzwischen besitzt die ärmere Hälfte nur noch 1,3 Prozent des gesamten Vermögens, während die obersten 10 Prozent mehr als die Hälfte (56 %) des Gesamtvermögens inne haben.

Kosten & Leistungen Privathaftpflichtversicherung berechnen

Jetzt Online-Tarifvergleich Privathaftpflicht nutzen:

Haftpflichtschutz

  • Kostenlos Wunschtarife vergleichen
  • Schutz mit Deckungssumme bis 50 Mio. €
  • Attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Ausführlicher Tarif- & Leistungsvergleich
  • Einfacher & schneller Online-Abschluss

Wohnort, gewünschte Leistungen eingeben, fertig. Online-Tarifvergleich.

Jetzt vergleichen!

Beitrag anderen Menschen mitteilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.