Eine Zwangsenteignung der deutschen Sparer erhält konkrete Züge

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Der Count-Down scheint bereits aktiv rückwärts zu zählen. Die Theorie über die Enteignung der Sparer erhält praxisnahe Züge. Für eine Zwangsenteignung der Bürger wurde vorläufig die Größe 10% als Basis „gedanklich“ festgelegt. An die vom IWF betonte „Einmaligkeit“ darf angezweifelt werden.

Sparerenteignung

Eine Enteignung der Sparer müsste via Nacht- und Nebelaktion ablaufen

Der „unvermeidliche“ Zugriff auf Sparer-Eigentum ist absehbar

Das Damokles Schwert hängt spätestens seit der „zypriotischen Enteignung“ im März dieses Jahres sichtbar über den Köpfen aller Sparer innerhalb der Eurozone. Mit dem „unverbindlichen Gedankenspiel“ des Internationalen Währungsfonds (IWF) erhält die doppelschneidige Klinge erste konkrete Züge.

Die Enteignung der Sparer kann bereits als gesichert gelten. Lediglich der Weg dorthin scheint für die Exekutiven noch ein echtes Problem darzustellen. Bereits zu früheren Jahren mieden Wegelagerer zu viel Licht und vor allem Aufsehen, um in ihrer lauernden Haltung zum Erfolg zu kommen. Wenn die Lunte deutlich zu riechen war, konnten die potenziellen Opfer noch rechtzeitig reagieren.

Das Schauspiel in Zypern zeigte deutlich wie eine Enteignung der Sparer funktionieren kann. Eine Nacht- und Nebelaktion, pünktlich zum Wochenende, sogar mit einem Feiertag am folgenden Montag. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte ungeniert und offen, dass solch „sensible“ Angelegenheiten wie Bankguthaben nur am Wochenende über die Bühne gehen könnten.

Ob die Enteignung der Sparer gemäß Zypern-Blaupause erfolgt, bei der über Nacht die Konten der Sparer gesperrt und erst danach die Höhe der erforderlichen Zwangsabgabe berechnet wurden, oder ein anderer Weg gefunden wird, sei dahin gestellt. Der IWF kam über das halbjährlich erscheinende „Fiscal Monitor“ in einem „Gedankenspiel“ zum vorläufigen Ergebnis, dass mindestens 10 Prozent aller Nettoguthaben erforderlich seien, um den Schuldenstand wieder auf das Niveau von 2007, also vor der Krise zu drücken.

Wie detailiert der IWF seinen Vorschlag „selbstverständlich nur rein hypothetisch“ durchdachte, zeigt vor allem die fehlende Scheu, auch auf die kapitalgedeckten Rentenansprüche der Bürger zugreifen zu wollen. Das Potenzial ist in Deutschland riesig. Bundeskanzlerin Angela Merkel hob die Rentenansprüche sogar als bestehendes aber „übersehenes“ Vermögen der Bürger hervor, als die Debatten über den „armen Deutschen“ gegenüber den Bürgern in Krisenländern einen vorläufigen Höhepunkt erreichten.

Mit Deutschland verfügt Brüssel über ein Musterland der Sparer. Der große Aufschrei dagegen aus Berlin lässt noch auf sich warten. Dem Bundesfinanzminister ist die „Sensibilität“ des Themas offensichtlich sehr bewusst. Ein Teil der Strategie wird es daher sein, den Bürgern für eine mögliche Kapitalflucht so wenig Zeit wie möglich zu belassen. Bis dahin muss sich der Sparer in Sicherheit wiegen.

Offenbar gilt es noch die Zeit zu überbrücken, bis die Finanzierungslücken der großen Investmentbanken im Rahmen der Bankenunion zu Tage gekommen sind. Erst dann sind die Kenngrößen für den „notwendigen“ Zugriff auf die Nettoguthaben der Bürger bekannt.

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