Edelmetall Markt: Wären Goldpreis-Manipulationen eine Überraschung?

Goldpreis-Manipulationen-


Die Finanzaufsichtsbehörden zahlreicher Länder wühlen im Untergrund und Sumpf der Finanzwelt. Dabei wird auch einmal gekleckert und die eine oder andere Missetat zu Tage gebracht. Eine mögliche Manipulation an den Edelmetallpreisen durch die großen Geldhäuser der Welt sollte eigentlich keine Überraschung mehr sein. Vielmehr wären Aufdeckungen von manipulativen Eingriffen im Goldhandel eine logische Konsequenz.

Goldhandel

Der Reiz des Goldes liegt bei den Banken nicht im Glanz sondern in den möglichen Renditen

Warum sollten Banken beim Edelmetallhandel eine Ausnahme machen?

Bestimmt nicht, vielleicht, eventuell oder ganz sicher. Derzeit ist die Vermutung manipulierter Gold- und Silberpreise spekulativ. Die Manipulatoren an den Edelmetall-Kursen würden sich hüten, illegale Eingriffe in die Öffentlichkeit zu posaunen und passive Vorteilsnehmer hüllten sich ebenso in Verschwiegenheit. Das eigennützige Spiel am Goldpreis würde solange andauern bis der erste Übeltäter überführt wurde und die „vorbildliche Kooperation“ mit den Ermittlungsbehörden mit einer Amnestie in Verbindung gebracht ist. Der Verlauf um die Banken-Clique der Libor-Manipulatoren gibt ein leuchtendes Beispiel ab.

„Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Mit diesem Vorsatz dürfte die deutsche Finanzaufsicht BaFin an die Untersuchung möglicher Manipulationen beim Metallhandel gehen. Wall Street Journal (WSJ) (Dienstag) zitierte eine mit den in England laufenden Prüfungen vertrauten Person. Demnach wären in Deutschland die Untersuchungen möglicher Manipulationen an der Preisermittlung für Edelmetalle neben den Libor- und Euribor-Eingriffen bereits angelaufen.

„Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – Strategie zu den Ermittlungsständen?

„Wer nichts auf dem Kerbholz hat, braucht auch nichts zu befürchten“. Eine u.a. bei Politikern beliebte Anführung, um die erweiterte Überwachung der Bürger in öffentlichen Lebensbereichen mit der Notwendigkeit der Anti-Terror-Bekämpfung zu begründen. Einige Großbanken sind lt. WSJ zu den Untersuchungen der vermeintlichen Metallpreis-Manipulationen bereits kontaktiert worden. „Eisiges Schweigen“ in den Geldhäusern, Société Générale, HSBC und Deutsche Bank, „kein Kommentar“. Die Großbank Barclays scheint ein Problem mit der Fachbesetzung im Empfang des Managements zu haben. Es sei niemand erreicht worden. Lediglich die Bank of Nova Scotia zeigte Anzeichen einer funktionierenden Bürokratie und antwortete auf die Anfrage per E-Mail. Der Inhalt gab lediglich die allgemeinen Richtlinien des Kreditinstituts Preis, jedoch keine Spur vom gerade relevanten Thema.

Eine interne Überprüfung durch das jeweilige Banken-Management, ob irgendwelche Fäden der möglichen Goldpreis-Manipulationen auch einen Weg in die Investment-Abteilung gefunden haben. Die Führungsetage so mancher bei den Libor-Manipulationen ertappten Bank gab sich sehr schockiert über die überraschend desolaten Zustände, verursacht durch nur „sehr wenige Mitarbeiter“.

Wenn der Ermittler die bereits gesicherten Erkenntnisse nicht Preis gibt, wäre für den Täter die Schweigsamkeit nicht einmal die falsche Reaktion. Erst abwarten um am Ende zu wissen, was vorher nicht gewusst werden konnte.

Sichtlich nehmen die Finanzaufsichtsbehörden zahlreicher Länder so ziemlich alles unter die Lupe, worin die Großbanken ihre Finger im Spiel haben. Besonders die an den Börsen vorbei gehandelten Werte. Dazu zählt u.a. der Goldpreis im Kassamarkt. Der Handel läuft quasi von Haustür zu Haustür, ohne mit irgendwelchen Kontrollinstanzen der Handelsplätze in Berührung zu kommen.

Die Deutsche Bank hat etwas „auf dem Kerbholz“ und scheint sich dessen sehr bewusst zu sein. Die wiederholten Aufstockungen des internen „Justiz-Fonds“ für die zu erwartenden Straf- und Bußgeldzahlungen sprechen für sich. Das letzte Wort im Libor-Skandal wurde für die Deutsche Bank noch nicht gesprochen und zum Verdacht der Goldpreis-Manipulationen handelt es sich um eine rein spekulative Größe.

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