Durchgängiger Produktionsrückgang in europäischer Industrie

EU-Konjunktur-


Die Industrie sowohl in der Eurozone als auch in der gesamten Europäischen Union produzierte im vergangenen Januar 2013 weniger Güter als im Vormonats- und Jahresvergleich. Der geringfügige Aufschwung vom Dezember 2012 ist damit relativiert.

Rückgänge der Industrieproduktion in fast allen Sparten

Eurokrise
Rückgänge der industriellen Produktionen

Der Hoffnungsschimmer einer sich doch erholenden Konjunktur in der europaweiten Industrieproduktion war nur von sehr kurzer Lebensdauer. Nahmen im Dezember 2012 die produzierten Güter der Industrie noch um +0,9% im Euro-Raum (ER17) bzw. in der Europäischen Union um +0,8% zu, so fiel die Industrieproduktion im Januar 2013 gegenüber dem Vormonat wieder um -0,4% sowohl in ER17 als auch in EU27 zurück.

Nach den gestern vom statistischen Amt der EU (Eurostat) veröffentlichten Schätzung entspricht die Entwicklung im Januar 2013 einem Rückgang um -1,3% (ER17) und -1,7% (EU27) gegenüber dem Januar 2012.

Die Anzahl der produzierten Gebrauchsgüter fiel im Januar gegenüber dem Dezember 2012 um -1,4% (ER17) und um -0,4% (EU27) zurück. Für die Produktion von Investitionsgütern stellte Eurostat einen Rückgang um -1,2% in beiden Gebieten fest. Auch im Sektor Energie wurde eine Reduzierung der Produktionen um -1,0% (ER17) und um -1,2% (EU27) festgestellt. Eine Erhöhung gabe es bei den Verbrauchsgütern, im Euroraum um + 0,9% und in der EU27 um +1,3%. Statistisch tauschten sich die beiden Regionen die Mehr- bzw. Minderproduktion von Vorleistungsgütern gegenseitig aus. Im Euroraum stieg diese Sparte um +0,1% an während sie in EU27 um -0,1% abfiel.

Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Änderungsverhältnisse zu süd- und nordeuropäischen durchwachsen. Demnach meldete Finnland mit -4,1% den stärksten Rückgang während Portugal um -3,5% zulegen konnte. Die höchsten Anstiege verzeichneten Litauen mit +4,4% und Dänemark mit +4,3%. Nachgelassen hatte jedoch die Produktion u.a. in Luxembourg mit -3,8% und Lettland mit -3,5%.

Ein ähnliches Verhältnis zeichnet sich auch im Jahresvergleich ab, in dem mit Bulgarien und Litauen (je +8,0%) und Estland (+5,5%) die stärksten Zuwächse verzeichneten, aber die Nord-Länder Schweden (-5,9%) und Finnland (-5,4%) die größten Produktionsrückgänge verzeichneten. Spanien und Griechenland liegen mit einem Rückgang um je -5,0% gleich auf. Das in letzter Zeit versärkt in den Mittelpunkt gerückte Frankreich meldete einen Rückgang der Industrieproduktionen um -2,9% gegenüber Januar 2012.

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