Drohende USA-Pleite wird Lehman-Insolvenz in den Schatten stellen

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Die Einigung zur Festlegung eines angehobenen Schuldenlimits in den USA ist noch längst nicht in Sicht. Dafür erhalten die Visionen einer US-Pleite nun klare Konturen. Die Insolvenz der USA würde ein Desaster mit weitaus verheerenderen Folgen anrichten als die Pleite der Lehman Bank.

USA Pleite

Drohende USA-Pleite: Der Dollar ist als Weltleitwährung längst in Frage gestellt

Das Dilemma der US-Zahlungsunfähigkeit rückt näher

Die USA schiebt einen gigantischen Schuldenhaufen von beinahe 16,7 Billionen Dollar vor sich her. Das derzeit selbst „erlaubte“ Limit ist so gut wie erreicht und dann stünde eine weitere Anhebung der Schuldenobergrenze für den US-Haushalt im Raum. Doch diese bisher (zu) einfache Lösung wird nicht in alle Ewigkeiten funktionieren. Die Verhandlungen zwischen den streitenden Demokraten und Republikanern gestaltet sich als äußerst schwierig. Ein Ausweg aus dem Schuldendilemma steht nicht in Sicht und die Zeit wird knapp. Die Folgen einer USA-Pleite werden bereits durchgespielt und lassen die Insolvenz der US-Bank Lehman Brothers wie eine kleine Knallerbse aussehen.

Der nordamerikanische Staat ist das weltweit größte Wirtschaftsland und zugleich der global größte Schuldner. Die Haushaltsschulden weisen einen Aufwärtstrend vor, von dem die Konjunktur nur träumen könnte. In wenigen Wochen ist die derzeit festgelegte Schuldenobergrenze erreicht und dann sollte entweder ein neues Limit vereinbart worden sein, oder die USA ist zahlungsunfähig. Ab Mitte Oktober stehen bereits größere Posten aus Bedienungen von Forderungen an. Lt. dem US-Finanzministerium wird Washington am 17.10. noch über Barmittel von rund 30 Milliarden Dollar besitzen. Dem stehen aber tägliche Ausgaben in Höhe von 60 Milliarden Dollar gegenüber.

Die weltweiten Gläubiger besitzen US-Anleihen mit einem Wert von rund 12 Billionen Dollar. Bei den katastrophalen Folgen der Lehman-Pleite vor rund 5 Jahren befand sich ein Finanzvolumen in Höhe von 517 Milliarden Dollar im Hintergrund, der Schuldenstand des gestürzten Instituts. Die Verbindlichkeiten aus US-Staatspapieren bilden somit rund 23 Lehman-Häuser.

Am 17. Oktober 2013 ist Stich- und Abrechnungstag für die USA. Lt. dem Finanzdienstleister Bloomberg stehen am 17.10. 120 Milliarden Dollar für kurzfristige US-Anleihen an. Bereits am folgenden 24.10. muss die USA 93 Milliarden Dollar für die Ablösung weiterer Papiere aufbringen. Ende des Monats werden 150 Milliarden Dollar für Rückzahlungen fällig und bis zum 07. November wird die Summe der abzulösenden Staatspapiere rund 417 Milliarden Dollar erreicht haben. Mitte Oktober ist die Schuldengrenze in Höhe von 16,7 Billionen Dollar erreicht. Nur rund 3 Wochen später müsste das Limit bereits bei gut 17,1 Billionen Dollar festgelegt sein.

Der Untergang der Lehman Bank radierte an den Aktienmärkten rund sechs Billionen Dollar aus, eine glatte Halbierung. Vor gut fünf Jahren war die USA noch in der Lage, rund 300 Milliarden Dollar in den US-Bankensektor zu pumpen. Die Notenbank Federal Reserve (Fed) unterstützte die Rettungsmaßnahmen mit dem Drucken von Frisch-Geld in einem Volumen von ca. 3 Billionen Dollar. Nun steht der US-Haushalt selbst vor dem Kollaps und wartet mit einem Schuldenberg auf, der rund 23 Mal höher ist als der von Lehman Brothers.

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