Drei Altkanzler kritisieren den politischen Umgang mit Russland

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Mit Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerd Schröder sprachen sich drei ehemalige deutsche Bundeskanzler gegen künftige Sanktionen gegen Russland aus bzw. kritisierten den Westen für den „unsensiblen“ Umgang mit dem Nachbarn Russland.

EU-Politik

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Ex-Kanzler Helmut Schmidt (SPD) erklärte im Gespräch mit Zeit sein Verständnis für die Reaktionen Russlands zur Halbinsel Krim und Ukraine. Sanktionen durch die EU und den USA gegen Russland seien „dummes Zeug“. Helmut Schmidt plädierte für einen Dialog zwischen den Mächten. Dies wäre dem Frieden zuträglicher als das gegenseitige Androhen von Sanktionen.

Der Altkanzler steht mit seiner Meinung offensichtlich nicht alleine auf weitem Feld. Die Nesawissimaja Gaseta (Montag) fasste mit Schmidt insg. drei ehemalige deutsche Regierungschefs zusammen, die Sanktionen gegen Russland jeweils ablehnen und als kontraproduktiv halten. Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) fand bereits kritische Worte gegen die Russland-Politik der EU. Den Vorwürfen des Verstoßes gegen die Menschrechte aufgrund der russischen Aktivitäten auf der Krim, setzte Schröder die Vorgänge beim Krieg in Jugoslawien im Jahr 1999 entgegen. Deutschland habe ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates Kampfflugzeuge ins Kriegsgebiet entsendet.

Altkanzler Helmut Kohl (CDU) wies auf die „großen Versäumnisse“ des Westens in der Ukraine-Politik vor. Es mangelte an „Sensibilität im Umgang mit unseren russischen Nachbarn“, besonders mit Präsident Putin. Kohl ermahnte, dass „Krieg kein Mittel der Politik“ sei. Die Menschen in Europa wollten „friedlich und vertrauensvoll miteinander leben“.

Offenbar steht es dem „deutschen Kanzler a.D.“ zu, seine persönliche Meinung offen auszusprechen.

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