Drehten Banken am internationalen Goldpreis?

Edelmetallkurse-


Der Verdacht, dass an den Kursen für die Edelmetalle Gold und Silber nach dem Vorbild der Manipulationen an den Referenzzinssätzen Libor und Euribor ebenso Hand angelegt worden ist, wird bereits laut ausgesprochen. Im Mittelpunkt stehen nun Banken, die an der Preisfindung der Edelmetalle beteiligt sind, u.a. die Deutsche Bank.

Preisbestimmende Banken stehen unter Generalverdacht

Goldpreisbestimmung
Wurde der Goldpreis manipulativ festgelegt?

Was bei den Zinssätzen Libor und Euribor (Referenz-Zinssätze London und EU) offenbar „reibungslos“ funktionierte, bis man den beteiligten Banken dann doch auf die Schliche gekommen ist, könnte auch beim Goldpreis Anwendung gefunden haben. Die Manipulationen an den Referenz-Zinssätzen war für die Kredithäuser ein offensichtlich einträgliches Geschäft, zu Lasten der Investoren bis hin zum kleinen Privatmann. Inzwischen wurden zu den Manipulations-Vorwürfen drei Investmenthäuser zu Milliarden-Strafen verurteilt, weitere Ermittlungen sind noch am Laufen.

Die internationalen Ermittler beschränken ihr Untersuchungsfeld jedoch nicht auf die Libor- und Euribor-Gebiete, sondern nehmen nun auch den Goldpreis genauer unter die Lupe, ob da in der Vergangenheit Hand angelegt wurde. Lt. dem Wall Street Journal (WSJ) (14.03.13) befassen sich derzeit US-Regulierungsbehörden mit den Preisen am weltweit größten Goldmarkt und suchen nach Anzeichen, ob am Goldkurs manipuliert wurde.

Lediglich eine geringe Anzahl Banken legte täglich zweimal den Spot-Preis für die Einheit Unze physisches Gold fest. Der Silberpreis wird dagegen einmal pro Tag neu bestimmt. Nun wolle die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) die Vorgänge in London überprüfen, ob bei der Preisfindung für Gold wie auch für Silber alles mit „rechten Dingen“ zugegangen ist.

Damit käme auch wieder die Deutsche Bank mit ins Spiel. Deutschlands Banken-Primus ist zusammen mit Bank of Nova Scotia, Société Générale, Barclays und HSBC für den Goldpreis zuständig. Für die Findung der Silberpreise fällt lediglich die Barclays Bank weg.

Bart Chilton, Bevollmächtigter des CFTC stellte mit seiner Aussage, „die Vorstellung, dass die Manipulation oder die versuchte Manipulation so verbreitet ist, sollte uns alle an der Richtigkeit anderer Schlüsselgrößen zweifeln lassen“, faktisch die an den Festlegungen von Zinssätzen sowie Gold- und Silberpreisen beteiligten Banken unter einen Generalverdacht.

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