Diktiertes Sparpaket: Griechenland wirft 15.000 Beamte auf die Straße

Griechenlandkrise-


In Griechenland beginnt das große Zittern der Beamten. Welchen Staatsbediensteten wird es wohl erwischen? Athen benötigt dringend die von Brüssel bereits reservierten 8,8 Milliarden Euro Hilfskredit. Als Bedingung steht allerdings ein weiteres Sparpaket an und das jüngste hat die Entlassung von 15.000 Staatsangestellten zur Folge.

Eine Entscheidung aus freien Stücken?

Beamten-Entlassungen
Zentralverwaltungen werden 15.000 Kündigungen schreiben

Wenn man von einem Beamten-Apparat spricht, dann erhält dieser Begriff in Griechenland eine neue Qualität. Bisher erhielt so mancher Bürger den Eindruck, als wenn in den Amtsstuben eine chronische Überbelegung bestünde. Die griechischen Einwohner müssen sich wohl darauf einstellen, dass die einzelnen Regierungssitze ebenso viele Staatsdiener vorweisen wie der oft vermisste Fachverkäufer in den Baumärkten.

Der Apparat aus griechischen Staatsbediensteten wird einer Radikalkur unterzogen, um an die 8,8 Milliarden Euro zu gelangen, die Brüssel wie die berühmte Banane am seidenen Faden baumeln lässt. Statt Kisten zu stapeln muss die Regierung in Athen eine andere Lösung finden, damit das Milliardenpaket erreicht werden kann – weitere Sparmaßnahmen. Griechenland verabschiedete ein weiteres Sparpaket, das voraussichtlich bis Ende 2014 insgesamt 15.000 Staatsangestellte dazu veranlassen wird, die Schubladen ihrer Tische leer zu räumen. Auf die Amtsstuben rollte eine Entlassungswelle zu.

Am Sonntagabend stimmte das Parlament darüber ab, ob dem Diktat aus Brüssel Folge geleistet werden solle, andernfalls würde die Troika das milliardenschwere Hilfspaket außer Reichweite bringen. So hielten 168 Abgeordnete den Rauswurf der Staatsdiener als ein geeignetes Mittel, 123 Abgeordnete konnten sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden und 1 Abgeordneter konnte sich nicht zu einer klaren Meinung durchringen.

Ob die „Opfergabe“ Griechenlands die „zuständige“ Eurogruppe milde stimmen konnte, wird sich erst am Montag herausstellen. Diese findet erst die Entscheidung, ob es zur ersten Tranche in Höhe von 2,8 Milliarden Euro sowie zur zweiten Finanzspritze der „restlichen“ 6 Milliarden Euro voraussichtlich Mitte Mai kommen wird.

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