Die Welt rüstet militärisch auf – Rüstungsausgaben sind 2015 angestiegen

Militär-Etat-


Die Welt rüstet militärisch auf. Im Jahr 2015 stiegen die Ausgaben für Militär und Rüstung nach einer Zeit der Stagnation wieder an. Saudi-Arabiens Rüstungsausgaben drängten sogar Russland von Platz 3 ab.

Kampfjet

Gestiegene Rüstungsausgaben – Teure Technik für das Zerstören

Die Regierungen bereiteten der Rüstungsindustrie wieder mehr Zugewinne

Im Jahr 2015 gab es unter den Top 3 der weltweit finanziell am stärksten unterstützten Armeen ein Stühle-Rücken. Russland rutschte von Platz 3 auf Position 4 und übergab das Podest Saudi-Arabien. Im vergangenen Jahr beglückten darüber hinaus die Regierungen der Länder die internationale Rüstungsindustrie mit gestiegenen Rüstungsausgaben. Im Jahr 2015 flossen rund 1,676 Billionen US-Dollar rein für militärische Zwecke, so das Friedensforschungsinstitut Sipri in Stockholm.

Die weltweiten Rüstungsausgaben stiegen im vergangenen Jahr um 1 Prozent. Ein Schwerpunkt der gestiegenen Rüstungs-Investitionen war lt. Sipri im Nahen Osten sowie in osteuropäischen Ländern festzustellen. Kostentreiber waren vor allem die kriegerischen Auseinandersetzungen im Jemen, in der Ukraine und in Syrien.

USA haben mit Abstand die größten Rüstungsausgaben

Washington genehmigte im vergangenen Jahr 2,4 Prozent weniger Militärausgaben als ein Jahr zuvor. Dennoch befinden sich die USA (rund 1,42 Millionen Soldaten) mit einem Rüstungs-Etat 2015 in Höhe von 596 Milliarden Dollar noch immer an einsamer Spitze. Mit 36 Prozent kümmerten sich die Vereinigten Staaten mit mehr als ein Drittel der weltweiten Militärausgaben um das Wohlergehen der Rüstungsindustrie.

Chinas führt nach Mannstärke die größte Armee der Welt. Mehr als 2,2 Millionen Soldaten stehen „Gewehr bei Fuß“. Die Militärausgaben Chinas beliefen sich im Jahr 2015 auf 215 Milliarden Dollar, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Prozent. Danach folgt Saudi-Arabien (rund 233.000 Soldaten) mit einem Militär-Budget von 87,2 Milliarden Euro. Russland (rund 766.000 Soldaten) rutschte im vergangenen Jahr um eine Position nach unten. Moskau investierte in das Militär in einem Volumen von 66,4 Milliarden Euro.

Als wenn Saudi-Arabien die Soldaten mit Goldketten ausrüstete

Eine (nicht ganz ernste) Berechnung der Rüstungsausgaben bezogen auf die Anzahl der aktiven Soldaten hebt Saudi-Arabien an einsame Spitze. Das Öl-Land gab pro Mann rund 3,7 Millionen Dollar aus. Für Russland war jeder einzelner Soldat rund 867.000 Dollar wert. Die USA zeigten sich dagegen mit 420.000 US-Dollar schon etwas knausrig. Chinas unter Waffen stehende Frauen und Männer lebten mit 98.000 Dollar geradezu spartanisch.

Relativierung der Gefahrenpotenziale

Das Finanzieren von ständig rund um den Globus präsenten Militäreinheiten und das pausenlose Patroulieren über die Weltmeere kosten ein Vermögen, auch wenn das eine und andere „Gastgeberland“ für den Unterhalt der wenig bescheidenen US-Einheiten aufkommen darf.

Anhand der enormen Rüstungsausgaben der USA können derartige Aussagen wie die des ehemaligen Nato-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen (Dänemark) sehr gut qualitativ eingeschätzt werden. Im Gespräch mit der F.A.Z. (03.05.2014) warnte Rasmussen vor dem „aggressiven“ Auftreten Russlands. Die Anhebung der Verteidigungsausgaben Russlands um dreißig Prozent, während einige europäische Verbündete ihre Ausgaben um vierzig Prozent kürzten, sei ein alarmierendes Signal. Russland führe sich wie ein Gegner auf.

Nun gut. Russlands Soldaten erhielten immerhin gut 860.000 „Taschengeld“ und die US-Boys mussten mit nur 420.000 Dollar auskommen. Wenn da mit Rasmussens Absonderungen nicht der Neid durchblitzte.


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