DGB kritisiert die Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen scharf

Arbeitsmarkt Deutschland-


Es wird endlich Zeit, dass Frauen den gleichen Lohn wie die Männer erhalten. Der Deutsche Gewerkschaftsbund forderte auf der Mai-Kundgebung in Gelsenkirchen Lohngleichheit für beide Geschlechter und kritisierte die nach wie vor enormen Einkommensunterschiede scharf.

Streit

Bis zur Einkommensgleichheit zwischen Frauen & Männern ist noch ein langer streitbarer Weg zu gehen

Mindestlohn ist erster Schritt gegen Lohn-Dumping

Tag der Arbeit, Maifeiertag oder auch Tag der Arbeiterbewegung. Der 01. Mai mag traditionell unterschiedliche Bezeichnungen haben, ist aber ein generell wichtiger Termin für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Auf der Mai-Kundgebung in Gelsenkirchen betonte der DGB die überfällige Lohngleichheit für Frauen und Männer mit Nachdruck.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack verdeutlichte den enormen Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern bei gleichen Aufgaben und gleicher Leistung. „Seit Jahren tragen wir die rote Laterne in Europa, in keinem Land ist die Entgeltlücke größer. Im Schnitt bekommen Frauen immer noch 22 Prozent weniger Lohn als Männer. Wir wollen endlich ein Entgeltgleichheitsgesetz“, so Hannack.

Den Gewerkschaften sei es zu verdanken, dass der Mindestlohn Anfang 2015 Einzug in den deutschen Arbeitsmarkt erhielt. „Die Zeiten von Lohndumping und Unterbietungswettbewerb sind vorbei, und das ist gut so.“

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende übte scharfe Kritik an die Praxis der Ausbildungsplatzvergabe zahlreicher Arbeitgeber. „Zwei von drei Ausbildungsplätzen stehen Jugendlichen mit Hauptschulabschluss von vornherein nicht zur Verfügung. Wir müssen weg von diesen verschobenen Maßstäben, in denen das Abitur die Leitwährung ist. Es muss auch für junge Menschen mit Hauptschulabschluss möglich sein, den Beruf Restaurantfachmann oder Mechatronikerin zu erlernen. Hier stehen auch die Arbeitgeber in der Pflicht. Wir wollen, dass die Arbeit der Zukunft allen eine Chance bietet“, so Hannack.





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